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Rinder-TBC: 55 Tiere auf Bregenzerwälder Hof getötet

07. Jan. 2026 · Lesedauer 2 min

Wegen einer Häufung positiv auf Rinder-TBC getesteter Tiere sind am Mittwoch alle 49 verbliebenen Rinder eines seit Anfang Dezember gesperrten Betriebes im Bregenzerwald getötet worden. Das teilte das Land Vorarlberg in einer Aussendung mit. Die Maßnahme sei Teil des standardisierten veterinärbehördlichen Vorgehens. Vier weitere Betriebe sind derzeit weiterhin wegen TBC-Verdachts gesperrt, seit 20. Dezember 2025 seien aber keine weiteren Sperren verhängt worden, hieß es.

In dem von der Bestandstötung betroffenen Hof fiel laut Land der TBC-Hauttest bei 25 von 55 Tieren positiv aus. Wegen dieser hohen Rate wurden zunächst sechs Tiere diagnostisch getötet, von ihnen waren drei positiv. Daher haben die Landesveterinärbehörde und das zuständige Bundesministerium die Tötung aller 49 verbliebenen Tiere angeordnet.

Landesrat Christian Gantner (ÖVP), selbst Landwirt, erklärte, dass eine Bestandstötung ein schwerer Schlag für jeden Landwirt sei: "Neben den materiellen Schäden ist vor allem das emotionale Leid nicht zu unterschätzen." Entschädigungszahlungen des Bundes sowie eine Aufzahlung aus dem Tiergesundheitsfonds des Landes sollen zumindest die finanziellen Auswirkungen abfedern.

Zusätzlich zu diesem Hof sind aktuell vier weitere Betriebe im Bregenzerwald wegen TBC-Verdachts gesperrt. Bei einem entstand der mittlerweile bestätigte Verdacht bereits im September nach einer Schlachtung, er könnte noch im Jänner wieder freigegeben werden. Bei den anderen drei Betrieben steht die endgültige Diagnose durch einen kulturellen Nachweis der TBC-Bakterien noch aus, betroffen sind jeweils Einzeltiere. Diese wurden getötet, der Restbestand bleibt allerdings für rund vier Monate für den Tierverkehr gesperrt. In dieser Zeit müssen zwei Hauttest-Untersuchungen des Bestands negativ ausfallen, erst dann wird der Betrieb wieder als TBC-frei eingestuft.

Rund die Hälfte der landwirtschaftlichen Betriebe, deren Tiere auf Almen im TBC-Bekämpfungsgebiet waren, wurde inzwischen untersucht. Die Landesveterinärbehörde rechne damit, dass der Großteil der Untersuchungen bis Ende Februar abgeschlossen sein wird. Hinweise auf mögliche TBC-Erkrankungen beim Menschen im Zusammenhang mit den laufenden veterinärbehördlichen Untersuchungen gebe es keine.

Zusammenfassung
  • Wegen einer Häufung von Rinder-TBC-Fällen wurden am Mittwoch alle 49 verbliebenen Rinder eines gesperrten Betriebs im Bregenzerwald getötet, nachdem zuvor bei 25 von 55 Tieren der TBC-Hauttest positiv ausgefallen war.
  • Neben diesem Hof sind aktuell vier weitere Betriebe im Bregenzerwald wegen TBC-Verdachts gesperrt, wobei bei drei Betrieben jeweils Einzeltiere betroffen und bereits getötet wurden, während der Restbestand für vier Monate gesperrt bleibt.
  • Rund die Hälfte der landwirtschaftlichen Betriebe im TBC-Bekämpfungsgebiet wurde bereits untersucht, und die Landesveterinärbehörde rechnet damit, dass der Großteil der Untersuchungen bis Ende Februar abgeschlossen sein wird.