Rennpferd endete in türkischer Suppenküche
Ermittler des Landwirtschaftsministeriums identifizierten das Objekt als Mikrochip eines Rennpferds namens Smart Latch - einer Vollblutstute, die in der nahe gelegenen Stadt Adana mehrfach Pferderennen gewonnen hatte. Die Beamten untersuchten daraufhin das Essen in der Suppenküche und entdeckten, dass das dort servierte Gericht Kavurma, das normalerweise mit gebratenem Lamm oder Rind zubereitet wird, Pferdefleisch enthielt.
"Wir sind sehr unglücklich", sagte der frühere Besitzer des Rennpferds, Suat Topcu, der Nachrichtenagentur DHA. Seinen Worten zufolge war Smart Latch nach einer Beinverletzung kürzlich in den Ruhestand geschickt worden. Laut Topcu wollte er die Stute einem örtlichen Reitverein schenken und beauftragte eine Spedition damit, das Tier dort hinzubringen. Bis ihn das Ministerium kontaktiert habe, habe er keine Ahnung gehabt, was wirklich aus dem Pferd geworden war.
Dem Bericht zufolge verhängte das Ministerium eine Geldstrafe gegen Topcu, weil er die Schenkung des Pferdes an den Reitstall nicht ordnungsgemäß gemeldet hatte. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Stute nie bei dem Reitverein ankam und stattdessen zum Schlachter gebracht wurde. Das Fleisch sei anschließend fälschlich als Rind etikettiert und an ein Unternehmen verkauft worden, das die Suppenküche beliefert.
Zusammenfassung
- Ein preisgekröntes Rennpferd namens Smart Latch wurde nach einer Verletzung in der Türkei geschlachtet und das Fleisch unwissentlich in einer kommunalen Suppenküche in Mersin serviert.
- Der Fall wurde entdeckt, nachdem ein Gast einen Mikrochip in seiner Suppe fand, der später als Identifikationschip des mehrfachen Rennsiegers aus Adana identifiziert wurde.
- Das Landwirtschaftsministerium verhängte eine Geldstrafe gegen den früheren Besitzer Suat Topcu, weil die Schenkung des Pferdes an einen Reitverein nicht ordnungsgemäß gemeldet und das Fleisch fälschlich als Rind verkauft wurde.
