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Achtsamer Umgang

Ramadan 2026: So sieht der Alltag im Fastenmonat aus

Heute, 12:55 · Lesedauer 3 min

Am 18. Februar beginnt der muslimische Fastenmonat Ramadan. Auch in Österreich verzichten zahlreiche Gläubige in dieser Zeit von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Was der Fastenmonat bedeutet - und wie ein achtsamer Umgang im Alltag gelingt.

Weltweit gibt es Schätzungen zufolge rund 1,9 Milliarden Muslime. Am Mittwoch oder Donnerstag beginnt für viele von ihnen der Fastenmonat Ramadan.

Der Beginn richtet sich nach der Sichtung der Neumondsichel und kann daher je nach Land variieren. In Saudi Arabien, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Irak und im Libanon wurde Mittwoch als erster Fastentag festgelegt.

In Syrien und Jordanien beginnt der Ramadan hingegen am Donnerstag. Auch in Österreich gilt der Donnerstag als erster Tag des Fastenmonats. Laut Statistik Austria leben rund 746.000 Muslime in Österreich. Wie viele von ihnen an Ramadan fasten, ist allerdings nicht bekannt.

So sieht der Alltag im Ramadan aus

Das Fasten im Ramadan gehört zu den fünf Säulen des Islams und ist für viele praktizierende Muslim:innen ein Teil ihres Glaubens. Der Tag beginnt oft sehr früh mit einem nährreichen Frühstück, dass sich "Sahur" nennt. Damit wird der Körper auf einen langen Fastentag vorbereitet. 

Im Fastenmonat verzichten Gläubige einen Monat lang von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr.

Mit dem "Iftar", also dem gemeinsamen Abendessen, kommt dann traditionell die Familie zusammen, um das tägliche Fasten zu brechen.

Wer ist vom Fasten während des Ramadan befreit?

Grundsätzlich gilt Fastengebot für alle Muslim:innen ab der Religionsmündigkeit. Ausgenommen davon sind: Kleinkinder, ältere Menschen, Schwangere und stillende Frauen, Menschen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung, Frauen während ihrer Regelblutung und etwa Menschen, die lange Reisen unternehmen.

Achtsamer Umgang und Grüße während der Fastenzeit

Wer Kolleg:innen am Arbeitsplatz, Nachbar:innen oder Studien- bzw. Schulkolleg:inen während des Ramadan eine Freude bereiten möchte, kann das mit Verständnis und Rücksicht tun.

Es ist während des Ramadan übrigens auch üblich, gute Wünsche an seine Mitmenschen zu übermitteln. Damit zeigt man nicht nur Verbundenheit, sondern auch gegenseitige Wertschätzung. Auf Deutsch könnte man etwa sagen: "Alles Gute für einen besinnlichen Ramadan."

Je nach Herkunft gibt es weltweit unterschiedliche Grußformeln zum Ramadan:

  • Auf Arabisch sagt man: "Ramadan Kareem" was so viel wie "Habt einen großzügigen Ramadan" bedeutet. Oder: "Ramadan Mubarak" - das bedeutet: "Habt einen gesegneten Ramadan".
  • Auch in der türkischen Community gibt es verschiedene Grußformeln: "Hayırlı Ramazanlar", was so viel wie "Ein gesegneter Ramadan" bedeutet. Oder: "Ramazan ayımız mübarek olsun", das bedeutet: "Möge unser Monat Ramadan gesegnet sein".
  • Auf Bosnisch sagt man: "Ramazan Šerif Mubarek Olsun" - das bedeutet: "Ich wünsche dir einen gesegneten Ramadan".

Wann endet der Ramadan 2026?

Voraussichtlich wird am Abend des 19. März das Fasten zum letzten Mal gebrochen. Das Ende des Fastenmonats wird am 20. März mit dem "Fest des Fastenbrechens" - "Eid al-Fitr", auch Zuckerfest genannt, zelebriert. 

Video: Öffentliche Ramadan-Deko auch in Österreich?

Zusammenfassung
  • Am 18. Februar beginnt der muslimische Fastenmonat Ramadan.
  • Auch in Österreich verzichten zahlreiche Gläubige in dieser Zeit von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen und Trinken.
  • Was der Fastenmonat bedeutet - und wie ein achtsamer Umgang im Alltag gelingt.