APA - Austria Presse Agentur

Reisefreiheit: Die Lage in Österreichs Nachbarstaaten

03. Juni 2020 · Lesedauer 2 min

Die Regierung berät am Mittwoch über die Öffnung der Grenzen zu den Nachbarländern. Kritiker befürchten einen neuerlichen Anstieg der Coronazahlen. Befürworter argumentieren mit den gesunkenen Fallzahlen in allen Nachbarländern. Ein Überblick:

Österreich hat bereits mit Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein eine vollständige Grenzöffnung ab dem 15. Juni vereinbart Die Einreisebeschränkungen zu Tschechien, der Slowakei und Ungarn dürften ebenfalls Mitte Juni fallen. Die vier Länder waren bereits vergangene Woche darin im Prinzip übereingekommen. Ein genaues Datum dürfte der Runde Tisch, an dem Außenminister Schallenberg, Gesundheitsminister Anschober, Europaministerin Edtstadler und Innenminister Nehammer teilnehmen, am heutigen Mittwoch verkünden.

Hoffnung auf eine Grenzöffnung machen kann sich offenbar auch Slowenien, das bisher vergeblich auf positive Signale aus Wien wartet. Am Sonntag hatte Außenminister Schallenberg erklärt: "Die Entwicklung mit Slowenien ist sehr positiv und ich glaube, dass wir hier auf einem sehr guten Weg sind".

Am gestrigen Dienstag verdichteten sich die Hinweise, dass Österreich die Grenzen zu Italien ebenfalls am 15. Juni öffnet. Die italienische Nachrichtenagentur "ANSA" hatte unter Berufung auf "informierte Kreise" verkündet, dass Mitte Juni die Grenzen zum unserem südlichen Nachbarland geöffnet werden. Wie "ANSA" außerdem unter Berufung auf eine Mitteilung der Südtiroler Volkspartei (SVP) meldete, bekräftigte zudem Bundeskanzler Sebastian Kurz gegenüber SVP-Obmann Philipp Achammer, dass Wien "bereit ist, die volle Freizügigkeit mit Italien wiederherzustellen, sobald die epidemiologische Situation dies zulässt, vielleicht bereits Mitte des Monats".

 

Die Coronazahlen der Nachbarländer

Quellen: Gesundheitsbehörden der Länder und Johns Hopkins Universität

Quelle: Agenturen / apb