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Rebellische Nonnen werden aus spanischem Kloster vertrieben

11. März 2026 · Lesedauer 2 min

Eine Gruppe rebellischer Nonnen hat in Spanien ihren fast zweijährigen Kampf ums eigene Zuhause verloren. Die sieben Schwestern eines Franziskanerordens müssen nach einer Entscheidung der Justiz ihr Kloster im Dorf Belorado bei Burgos im Norden des Landes bis Donnerstagvormittag verlassen. Um einer erniedrigenden Zwangsräumung vor TV-Kameras zu entgehen, wollten die Nonnen aber schon vorher aus dem "Monasterio de Santa Clara" ausziehen.

Das teilte ihr Sprecher Francisco Canals mit. "Sie werden einfach verschwinden. Sie wollen gehen, ohne gesehen zu werden - aus Würde", sagte er.

Der Konflikt sorgt in Spanien seit Mai 2024 für Aufsehen: Die Nonnen sagten sich damals von der Amtskirche los und erklärten unverblümt: "Wir erkennen den Vatikan nicht an - es ist eine Farce." Die katholische Kirche habe sich seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil von der "wahren Lehre" entfernt.

Daraufhin entbrannte ein Streit um die Kontrolle über das Kloster in Belorado und weitere Immobilien der Gemeinschaft, die die Nonnen ebenfalls verlieren. Die Ordensfrauen hatten versucht, ihre Gemeinschaft in eine zivile Vereinigung umzuwandeln, um nach der Trennung von der Kirche weiterhin gemeinsam leben und Klöster verwalten zu können. Das Innenministerium in Madrid verweigerte jedoch die Registrierung. Nach Auffassung der Kirche und der Justiz verloren die Frauen damit auch ihr Recht, im Kloster zu wohnen.

Zusammenfassung
  • Sieben Nonnen eines Franziskanerordens müssen nach fast zweijährigem Rechtsstreit ihr Kloster im nordspanischen Belorado bis Donnerstagvormittag verlassen.
  • Die Ordensfrauen hatten sich im Mai 2024 von der Amtskirche losgesagt und den Vatikan als "Farce" bezeichnet, was zu einem Streit um das Kloster und weitere Immobilien führte.
  • Ein Versuch, die Gemeinschaft in eine zivile Vereinigung umzuwandeln, scheiterte am Innenministerium in Madrid, wodurch die Nonnen laut Justiz und Kirche ihr Wohnrecht verloren.