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Putzfrau entdeckte in Wien neun Kilo Kokain beim Staubsaugen

Heute, 04:01 · Lesedauer 2 min

Am Mittwoch ist ein 34-Jähriger in Wien zu 24 Monaten teilbedingter Haft verurteilt worden. Eine Putzfrau hatte im Oktober 2025 in einem vom Verurteilten angemieteten Airbnb neun Kilo Kokain beim Staubsaugen in einem Schlafsofa entdeckt. Der Mann zeigte sich geständig. "Ich möchte mich beim Staat Österreich entschuldigen. Was ich gemacht habe, tut mir leid", sagte er vor der Urteilsverkündung. Zudem bemühe er sich um einen Therapieplatz. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Verurteilt wurde er wegen der Vorbereitung von Suchtgifthandel. Acht der 24 Monate Haftstrafe wurden unbedingt ausgesprochen. Seit Mitte Oktober 2025 saß er in Untersuchungshaft in der Justizanstalt Josefstadt. Diese Zeit wird auf die unbedingte Freiheitsstrafe angerechnet. "Mein Mandant ist umfassend und reumütig geständig", erklärte sein Anwalt Mathias Burger. Er verzichtete auf Rechtsmittel, die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab.

Nach Angaben des Verurteilten hatte er das Airbnb in der Engerthstraße in Wien-Leopoldstadt angemietet, um dort das Kokain für den Behörden unbekannten Personen aufzubewahren. Dort flog er auf, weil eine Putzfrau die Drogen fand und ihre Chefin die Polizei verständigte.

Er habe das Kokain dort "geparkt", um Schulden in der Höhe von 5.000 Euro zu tilgen. Allerdings sei er selbst auch stark drogenabhängig gewesen. Die Staatsanwaltschaft legte das als Schutzbehauptung aus, um eine Privilegierung als Suchtkranker zu erlangen. Die Darstellung des Angeklagten sei "nicht plausibel". "Ziel war das Rückzahlen von Schulden", hielt auch der Richter fest und gab den Anklagepunkten statt. Zugute kam dem Mann, dass er bis dahin nicht vorbestraft war.

Zusammenfassung
  • Ein 34-jähriger Mann wurde in Wien zu 24 Monaten teilbedingter Haft verurteilt, nachdem eine Putzfrau im Oktober 2025 neun Kilogramm Kokain beim Staubsaugen in einem von ihm angemieteten Airbnb entdeckte.
  • Acht Monate der Strafe sind unbedingt, wobei die Zeit in U-Haft seit Mitte Oktober 2025 angerechnet wird, und das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
  • Der Mann zeigte sich geständig, gab an, das Kokain für unbekannte Personen zur Tilgung von 5.000 Euro Schulden aufbewahrt zu haben, und entschuldigte sich öffentlich beim Staat Österreich.