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Prozess um Mordversuch nach Schuss auf Wiener Bim

28. Jan. 2026 · Lesedauer 1 min

Ein 36-jähriger Mann muss sich am Donnerstag vor Gericht verantworten, weil er Anfang Juli vorsätzlich einen Schuss auf eine Garnitur der Wiener Straßenbahnlinie 52 abgefeuert haben soll. Er muss sich wegen versuchten Mordes vor einem Geschworenengericht verantworten. Im Falle einer anklagekonformen Verurteilung drohen dem bisher unbescholtenen Mann zehn bis 20 Jahre bzw. lebenslängliche Haft. Ein Urteil soll es noch am Nachmittag geben.

Vor der Polizei gab der Mann an, es habe sich um eine "depperte Aktion" gehandelt, er habe niemanden verletzen wollen. Der berauschte Schütze hatte rechtmäßig eine Langwaffe erworben und besessen. Am 4. Juli soll er in der Linzer Straße in Hütteldorf die reichlich mit Fahrgästen besetzte Straßenbahn-Garnitur ins Visier genommen und abgedrückt haben. Das abgefeuerte Projektil durchschlug eine Glasscheibe und dürfte wohl nur dank glücklicher Fügungen keine Fahrgäste getroffen haben.

Zusammenfassung
  • Ein 36-jähriger Mann steht seit Donnerstag wegen versuchten Mordes vor einem Geschworenengericht, nachdem er am 4. Juli einen Schuss auf eine mit Fahrgästen besetzte Garnitur der Wiener Straßenbahnlinie 52 abgegeben haben soll.
  • Das Projektil durchschlug eine Glasscheibe der Bim in der Linzer Straße in Hütteldorf und traf glücklicherweise keine der zahlreichen Fahrgäste.
  • Dem bisher unbescholtenen Angeklagten, der die Waffe rechtmäßig besaß und zum Tatzeitpunkt berauscht war, drohen im Falle einer Verurteilung zehn bis 20 Jahre oder lebenslange Haft; das Urteil soll noch am Nachmittag fallen.