Prozess um Doppelmord am Montag in Wien

02. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

Am Montag wird einem 28-jährigen Mann wegen Doppelmordes sowie Mordversuchs am Wiener Straflandesgericht der Prozess gemacht. Der Somalier soll am 13. September 2021 in Favoriten seine Ex-Frau und deren Freundin erschlagen und einen weiteren Mann zu töten versucht haben. Auslöser für die Attacke mit einem Nudelholz war scheinbar ein Streit mit seiner Ex wegen SMS-Nachrichten.

Begonnen hatte die Attacke in der Wohnung am Belgradplatz zunächst zwischen den beiden ehemaligen Eheleuten. Im Zuge der Auseinandersetzung soll er in die Küche gegangen und den Nudelwalker geholt haben, um wenig später auf die Frau einzuschlagen. Zusätzlich versetzte er ihr auch Messerstiche. Die vierjährige Tochter war zum Tatzeitpunkt im Kindergarten.

Nach der Tat wartete der Beschuldigte in der Wohnung auf das zweite Opfer, eine 35-jährige Freundin seiner Ex-Frau, weil er wusste, dass diese oft zu Mittag zum Essen vorbei kam. Er soll ebenfalls auf die Frau eingestochen haben.

Per SMS kontaktierte der Beschuldigte dann einen Bekannten seiner Ex-Frau, um sich mit ihm vor der Wohnung zu treffen. Der Somalier wollte auch diese Person töten, weil er allerdings in der Zwischenzeit reichlich dem Alkohol zusprach, gelang ihm dies nicht mehr. Das Opfer flüchtete unversehrt und verständigte die Polizei. Der 28-Jährige räumte beim Eintreffen der Exekutive die Tat ein, die Beamten fanden die beiden getöteten Frauen in der Wohnung. Im Falle eines Schuldspruches drohen dem Mann zwischen zehn und 20 Jahre oder lebenslange Haft.

Am Montag wird ein weiterer Mordversuch mit einem Nudelholz als Waffe in Wien gerichtlich behandelt. Eine 57-jährige Frau soll am 7. März 2021 in Floridsdorf auf ihren Lebensgefährten wegen eines Streits um Zigaretten mit dem Gegenstand so lange eingeschlagen haben, bis die Griffe abbrachen. Der Mann konnte trotz Rissquetschwunden am Kopf und eines gebrochenen Fingers aus der Wohnung flüchten. Auch dieser Frau drohen im Falle eines Schuldspruch bis zu lebenslanger Haft.

Quelle: Agenturen