Prozess in Deutschland um jahrelang verstecktes Mädchen
Das Kind sei völlig von der Außenwelt abgeschottet worden. Der Fall aus Nordrhein-Westfalen hatte in ganz Deutschland Entsetzen ausgelöst. Das Kind war 2022 im Alter von acht Jahren von der Polizei aus dem Einfamilienhaus der Großeltern befreit worden.
Die Großmutter (80) des Mädchens nahm ebenfalls auf der Anklagebank des Landgerichts Platz - sie soll ihre Tochter unterstützt haben und ist wegen Beihilfe angeklagt. Auch der Großvater des Mädchens ist angeklagt, war am Mittwoch aber nicht anwesend. Der 83-Jährige sei erst am Vortag aus dem Krankenhaus entlassen worden, sagte sein Rechtsvertreter.
Dem Kind war laut Anklage seit 2015 ein normales Leben mit Kindergarten, Schule oder jeglichen Kontakten zu anderen Menschen verwehrt worden. Es soll in der Isolation erhebliche Entwicklungsrückstände erlitten haben und ist inzwischen zwölf Jahre alt.
Zusammenfassung
- Im deutschen Siegen hat der Strafprozess gegen eine 49-jährige Mutter begonnen, die ihre Tochter rund sieben Jahre lang im Haus der Großeltern versteckt und isoliert haben soll.
- Das Mädchen wurde 2022 im Alter von acht Jahren von der Polizei befreit, nachdem es seit 2015 keinen Kontakt zu Kindergarten, Schule oder anderen Menschen hatte und erhebliche Entwicklungsrückstände erlitt.
- Auch die 80-jährige Großmutter und der 83-jährige Großvater sind angeklagt, wobei die Großmutter wegen Beihilfe mit auf der Anklagebank sitzt und der Großvater krankheitsbedingt fehlte.
