Prozess gegen Mörder wegen Überfalls bei Haftfreigang
Im Dezember 2024 soll der Angeklagte der Seniorin im Garten aufgelauert, sie mit gezücktem Messer in deren Haus gedrängt, mit Kabelbindern gefesselt und mehrfach geschlagen haben. Er nötigte sie u.a. zur Herausgabe ihrer Handtasche, zweier Geldbörsen und Bargeld in Höhe von 1.430 Euro. Er erzwang von dem Opfer auch den PIN-Code für die Bankomatkarte und hob dann insgesamt 2.000 Euro ab. Nachdem er mit der Beute geflohen war, gelang es der betagten Frau, sich selber zu befreien.
Zusätzlich wird dem Mann noch vorgeworfen, an mehreren Tagen im Februar 2025 auf einem Friedhofsparkplatz vier Autos aufgebrochen und Wertsachen daraus gestohlen zu haben. Die Home Invasion und die Pkw-Aufbrüche wurden während seiner Haftfreigänge verübt. Seit 2005 sitzt er wegen Mordes in der Justizanstalt Stein. Von seinen 14 Vorstrafen seien "13 im engeren Sinn einschlägig", u.a. wegen Einbruchsdelikten in Pkw rund um Friedhöfe im Raum Oberösterreich, Niederösterreich und Salzburg, aber auch wegen Gewaltdelikten und Tierquälerei. Vor dem Schöffengericht in Wels muss er sich wegen schweren Raubes verantworten. Der Strafrahmen beträgt zwischen ein und 15 Jahren, infolge der Strafschärfung bei Rückfall zwischen ein und 20 Jahren.
Zusammenfassung
- Ein zu lebenslanger Haft verurteilter 62-Jähriger steht in Wels erneut vor Gericht, weil er am 22. Dezember 2024 während eines Haftfreigangs eine 85-Jährige in deren Haus überfallen und beraubt haben soll.
- Der Angeklagte soll das Opfer mit einem Messer bedroht, gefesselt, geschlagen und zur Herausgabe von 1.430 Euro Bargeld sowie des PIN-Codes gezwungen haben, woraufhin er zusätzlich 2.000 Euro abhob.
- Neben diesem Überfall werden ihm vier Pkw-Aufbrüche im Februar 2025 während weiterer Haftfreigänge vorgeworfen, wobei er bereits 14 Vorstrafen hat und der Strafrahmen wegen Rückfalls auf bis zu 20 Jahre steigt.
