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Pinzgauer Bar ignorierte Sperrstunde und Polizei

12. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

Ein Nachtlokal in Maria Alm (Pinzgau) hat in der Nacht auf Samstag nicht nur die geltende Sperrstunde, sondern auch die hinzugerufene Polizei ignoriert.

Als die Beamten kurz nach Mitternacht hinkamen, war die Eingangstür versperrt. Mindestens 50 Gäste waren noch anwesend. Die Polizisten wurden überhaupt nicht beachtet, die Tür blieb verschlossen. Nach 20 Minuten rückte die Polizei wieder ab. Am Samstag wurden Anzeigen angekündigt.

Mindestens 50 Gäste vor Ort

Nach einer anonymen Anzeige wegen Missachtung der Sperrstunde waren die Beamten zu dem Nachtlokal gefahren. Durch die Glaslichte der Eingangstür waren um 00.20 Uhr noch mindestens 50 Personen mit Getränken an ihren Plätzen sichtbar. Ein offenbar als Security tätiger Mann im Raum drehte der vor der Tür wartenden Polizei demonstrativ den Rücken zu und informierte die anderen nur lautstark, dass "die Bullen" da sind, berichtete die Polizei.

Auch die hinter der Bar arbeitenden Personen, welche aufgrund der mehrmaligen Rufe des Security fallweise ihre Blicke zur Eingangstüre richteten, ignorierten die Anwesenheit der einschreitenden Beamten und öffneten die Türe nicht. 20 Minuten blieb die Polizei vor dem Lokal. In dieser Zeit waren einige Barbesucher durch verschiedene Ausgänge aus dem Hotel gelotst worden. Um 00.40 Uhr rückte die Polizei ab, zu diesem Zeitpunkt befanden sich immer noch zahlreiche Gäste bei ihren Gläsern an ihren Plätzen.

Dass sich die Polizei keinen Zutritt verschafft hatte, begründete eine Sprecherin der Salzburger Polizei gegenüber der APA mit "Verhältnismäßigkeit". Da es sich nur um ein Verwaltungsdelikt gehandelt habe, seien geeignete Maßnahmen genau abzuwägen. Zudem sei ja der Bar-Inhaber bekannt und könne somit entsprechend angezeigt werden. Nach der derzeit gültigen Covid-Maßnahmenverordnung dürfen Lokale nur bis Mitternacht geöffnet haben.

Quelle: Agenturen