Pflegerin mit Fußfessel raubt Frau in Wien-Floridsdorf aus
Die Beraubte, die im Floridsdorfer Bezirksteil Stammersdorf wohnt, sitzt wegen einer schweren Krankheit seit vielen Jahren im Rollstuhl und ist auf Pflege angewiesen. Über eine Online-Plattform lernte sie die 50-Jährige kennen, die zunächst rund ein halbes Jahr ohne Beanstandungen für sie arbeitete. Ende November dürfte die Pflegerin ihr aber die Karten abgenommen haben. Die Behebungen gab es zumindest bis 6. Jänner. Am 20. Jänner kam die 66-Jährige in Begleitung in eine Polizeiinspektion und zeigte die Pflegerin an, nachdem sie die verdächtigen Kontobewegungen bemerkt hatte.
Das Landeskriminalamt, Außenstelle Nord, übernahm die Ermittlungen und fand heraus, dass die Verdächtige bereits wegen Raubes unter Verwendung von Betäubungsmitteln zu fünf Jahren verurteilt worden war. Einen Teil der Haft hatte sie verbüßt, bevor sie mit einer Fußfessel ausgestattet wurde. Die 50-Jährige und ihre Kinder wurden festgenommen, alle drei haben bisher die Aussage verweigert. Es entstand ein Gesamtschaden von knapp 5.000 Euro.
Zusammenfassung
- Eine 50-jährige Pflegerin hat in Wien-Floridsdorf eine 66-jährige, im Rollstuhl sitzende Frau mit Medikamenten betäubt und ihr Bankomat- sowie Kreditkarten gestohlen.
- Gemeinsam mit ihrer 29-jährigen Tochter und ihrem 18-jährigen Sohn hob sie bis mindestens 6. Jänner Geld vom Konto des Opfers ab und verursachte einen Gesamtschaden von knapp 5.000 Euro.
- Alle drei Verdächtigen wurden festgenommen und verweigern bisher die Aussage; die Pflegerin trug bereits eine Fußfessel, da sie wegen eines ähnlichen Delikts zu fünf Jahren Haft verurteilt worden war.
