APA - Austria Presse Agentur

"Osterruhe" mit einigen Lockdown-Brechern

04. Apr 2021 · Lesedauer 3 min

Der über Ostern verhängte Lockdown wird von den Österreicherinnen und Österreichern laut Polizei größtenteils eingehalten. Einige Partys mussten die Beamten allerdings am Karsamstag auflösen. Raser im Burgenland entpuppten sich auch als Corona-Sünder.

In Niederösterreich und dem Burgenland wurden im Oster-Lockdown bisher kaum Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen registriert. Niederösterreichs Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner berichtete am Sonntagvormittag von einem grundsätzlich sehr positiven Eindruck. "Es hat ganz wenige Probleme gegeben", resümierte er. Die Polizei werde in den nächsten Tagen weiter verstärkt kontrollieren. 

Im Burgenland zeigte sich am Samstag schon auf den Straßen, dass deutlich weniger los war. 70 zusätzliche Beamte kontrollierten bis in die Nacht bei einem Corona-Planquadrat. PULS 24 war auf der B 50 mit dabei. Reporterin Josephine Roek konnte sich selbst vom geringen Verkehrsaufkommen überzeugen.

Corona-Planquadrat: Polizei Burgenland erklärt, wann gestraft, wann aufgeklärt wird

"Wir sind präsent auf den Straßen", hob Polizeisprecher Helmut Marban hervor. Es sei "relativ ruhig im Land", verzeichnet worden seien bisher "nicht dramatisch viele Verstöße" gegen die Corona-Bestimmungen. Weiterhin werde im Rahmen der Kontrollen auf zwei Grundpfeiler gesetzt: Verhältnismäßigkeit und Dialog. Vor allem Letzteres habe sich "in der Praxis bewehrt".

Corona-Sünder überholten Zivilstreife

Im Bezirk Mattersburg wurden drei Männer wegen eines Verstoßes gegen die Corona-Bestimmungen angezeigt. Sie waren privat in einem Pkw auf der Burgenland Schnellstraße (S31) unterwegs. Ihr erklärtes Ziel: Ein Autokauf im Bezirk Oberpullendorf. Die drei Personen haben allerdings keinen gemeinsamen Wohnsitz und trugen während der Fahrt keinen Mundschutz. Ihr in Wien zugelassener Wagen hatte die Aufmerksamkeit von Polizisten erregt, weil der Lenker zuvor eine Zivilstreife mit überhöhter Geschwindigkeit überholt hatte.

Osterparty im Keller

Im Bezirk Amstetten lösten die Beamten in der Nacht auf Sonntag eine illegale Osterparty auf. Etwas mehr als zehn Jugendliche hatten sich laut Polizei privat in einem Keller getroffen. Rund zwanzig Anzeigen wegen Nichteinhaltung der Corona-Bestimmungen und wegen Verwaltungsübertretungen waren die Folge.

Party mit 22 Personen in Linz

In Oberösterreich gelten zwar nicht die gleichen strengen Bestimmungen wie in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland, Corona-Regeln gelten trotzdem. In Linz hat die Polizei am Samstagabend eine Party mit 22 Personen aufgelöst. Ein 31-Jähriger hatte in seiner Wohnung im Stadtteil Dornach lautstark Geburtstag gefeiert. Nachbarn riefen die Polizei. Diese nahm die Identitäten der Gäste, die alle aus unterschiedlichen Haushalten stammten, auf. Sämtliche Teilnehmer an der Feier werden angezeigt, so die Exekutive am Sonntag.

13 Leute, 11 Haushalte

Ein ähnliches Bild bot sich in Walding (Bezirk Urfahr-Umgebung), wo 13 Leute aus elf Haushalten feierten. In Walding wurde die Polizei Samstagabend durch eine anonyme Anzeige auf die Geburtstagsparty in einer Gartenlaube aufmerksam. Der 26-jährige Gastgeber sagte, er habe seinen Geburtstag voriges Jahr wegen Corona nicht feiern können und wolle das deshalb wenigsten heuer tun. Die Polizei konnte ihm diesen Wunsch nicht erfüllen: Die Gäste mussten heimgehen und werden angezeigt.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam