APA - Austria Presse Agentur

Omikron-Fälle explodieren, Zahl mehr als vervierfacht

20. Dez 2021 · Lesedauer 2 min

In den vergangenen Tagen gab es offenbar eine Explosion bei den Omikron-Fällen, wie aktuelle Zahlen aus Wien belegen.

Bei der Zahl der in Österreich gemeldeten Fälle der neuen Omikron-Variante hat es in den vergangenen Tagen offenbar eine regelrechte Explosion gegeben - wenn auch auf nach wie vor niedrigem Niveau.

Wie das Ö1-Morgenjournal berichtet, wurden bis Sonntagabend alleine in Wien bereits 217 Omikron-Fälle gemeldet. Das erfuhr Ö1 aus dem Büro des Wiener Gesundheitsstadtrates Peter Hacker (SPÖ). Fast alle davon, nämlich genau 198, werden demnach derzeit als aktiv Erkrankte geführt. Die Zahl der Omikron-Fälle hat sich damit im Laufe des Wochenendes in Wien verfünffacht. 

Österreich: 297 bestätigte Fälle

In der Statistik der AGES war am Vormittag österreichweit noch von 80 Omikron-Fällen, davon 37 Fällen in Wien, die Rede. Am Montagnachmittag vermeldete die AGES bereits, dass allein in der vergangenen Woche 211 Fälle österreichweit dazukamen. Damit gab es bis Ende der Kalenderwoche 50 insgesamt 297 bestätigte Fälle der neuen Variante. Das geht aus dem am Montag veröffentlichten Update des Variantenberichts der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) hervor.

Omikron war erstmals in der Kalenderwoche 47 in Österreich registriert worden, damals gab es sechs. In der Kalenderwoche 48 wurden 32 Fälle registriert, in Woche 49 waren es 48. In der vergangenen Woche gab es nun einen sprunghaften Anstieg mit 211 weiteren Omikron-Fällen. Die AGES geht von 193 bestätigten Fällen in Wien aus. Dies ist aber auch dadurch zu erklären, dass nur in Wien großflächig die "Alles gurgelt!"-Tests zum Einsatz kommen, wie es aus dem Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) hieß. "'Alles gurgelt!' ist bisher das einzige System, das bei einem positiven Ergebnis gleich auf Varianten vortestet - womit die Omikron-Fälle besser aufgespürt werden können. Deshalb wird mit dem neuen Jahr auch in den Schulen damit getestet."

Delta dominiert noch

Die Gesamtzahlen sind allerdings noch immer niedrig. Dominierend ist nach wie vor die Delta-Variante, von der in der vergangenen Woche 1.293 Fälle neu hinzukamen - dies jedoch bei stark rückläufiger Tendenz. Im Kalenderwoche 49 waren es noch 2.787 Delta-Fälle, in Woche 48 4.812 und in Woche 47 gar noch 5.769.

Stephan HoferQuelle: Redaktion / hos