Österreicher stirbt in Spital nach Lawinendrama in Südtirol
Bereits am Samstag hatten zwei Südtiroler ihr Leben verloren. Bei den Todesopfern handelt es sich um einen 62-jährigen Bergführer einer Gruppe österreichischer Skialpinisten und um einen in Österreich lebenden 56-Jährigen. Am Sonntag war eine 26-Jährige aus der norditalienischen Provinz Brescia im Innsbrucker Krankenhaus gestorben. Die junge Frau war nach dem Lawinenabgang mit einem österreichischen Rettungshubschrauber in die Innsbrucker Klinik geflogen worden. Dort erlag sie ihren schweren Verletzungen. Zu den Verletzten zählten zudem drei deutsche Skifahrer.
Die Lawine war Samstagvormittag an der Rudererspitze auf etwa 2.445 Metern oberhalb der Gewinges Alm abgegangen. Mehrere Skitouren-Gruppen mit rund 30 Personen waren in diesem Gebiet unterwegs. Sechs Personen einer Gruppe, die sich im Aufstieg befand, wurden verschüttet. Im Einsatz standen drei Notarzthubschrauber. Über 80 Rettungseinheiten waren an Ort und Stelle, um die Verschütteten zu bergen.
2026 wird als tragisches Jahr für die italienischen Alpen in Erinnerung bleiben. Seit Anfang 2026 waren inzwischen 38 Menschen ums Leben gekommen - das ist ein Negativ-Rekord in Europa. Instabile Schneeschichten und unberechenbare Wetterbedingungen führten in den norditalienischen Regionen Trentino, Lombardei, Aostatal und Piemont zuletzt wiederholt zu mehreren Rettungseinsätzen.
Zusammenfassung
- Nach dem Lawinenunglück am Samstag in Südtirol ist ein 44-jähriger Österreicher am Mittwoch im Krankenhaus in Bozen verstorben, womit die Zahl der Todesopfer auf vier stieg.
- Die Lawine ging an der Rudererspitze auf 2.445 Metern Höhe ab, verschüttete sechs Personen einer Skitouren-Gruppe und verletzte zudem drei deutsche Skifahrer.
- 2026 gilt mit bislang 38 Lawinentoten in den italienischen Alpen als Negativ-Rekordjahr, was auf instabile Schneeschichten und unberechenbare Wetterbedingungen zurückgeführt wird.
