APA/APA (dpa)/Matthias Balk

Stuttgart hofft auf Wunder, Leipzig will in die Königsklasse

13. Mai 2022 · Lesedauer 4 min

In der letzten Runde der deutschen Fußball-Bundesliga stehen am Samstag noch zwei richtungsweisende Entscheidungen auf dem Spiel. Der VfB Stuttgart um ÖFB-Teamstürmer Sasa Kalajdzic hofft im Kampf gegen den Abstieg auf ein kleines Wunder, um doch noch den Klassenerhalt abzusichern. RB Leipzig will mit Konrad Laimer den vierten Platz und damit die Startberechtigung für die Champions League im Fernduell gegen den SC Freiburg mit Philipp Lienhart verteidigen.

Die Stuttgarter, derzeit auf dem Relegationsplatz 16, brauchen beim Saisonfinale jedenfalls einen Heimsieg gegen den 1. FC Köln und eine Niederlage von Hertha BSC bei Borussia Dortmund. "Wenn irgendjemand so ein Ding schaffen kann, dann wir. Denn wir sind so eine gefühlte Wundertüte", sagte Kalajdzic optimistisch. "Wir werden 60.000 Leute im Stadion haben. Die werden uns nach vorne peitschen", war sich der 24-Jährige sicher.

Die Hertha und Trainer Felix Magath plagen Personalsorgen in der Abwehr. Die Innenverteidiger Linus Gechter und Dedryck Boyata seien erkältet, sagte Magath. Auch Niklas Stark, den noch die Nachwirkungen einer Erkrankung plagen, und Marton Dardai, der im Spiel gegen Mainz ausgewechselt wurde, seien nicht hundertprozentig fit. Der BVB will trotz der bereits gesicherten Vizemeisterschaft definitiv keine Punkte liegen lassen. "Es wird keine Geschenke in irgendeiner Form geben. In der Bundesliga geht es noch um Plätze", sagte Coach Marco Rose.

Leipzig will sich für EL-Aus rehabilitieren

Den Leipzigern reicht nach dem enttäuschenden Aus im Europa-League-Halbfinale gegen die Glasgow Rangers derweil ein Punkt beim fast abgestiegenen Nachzügler Arminia Bielefeld, um vor den Freiburgern zu bleiben. Für die Breisgauer sind die Chancen auf die Königsklasse also minimal, trotzdem freute sich Trainer Christian Streich über die ausgezeichnete Spielzeit seiner Mannschaft. "Wir haben eine Top-Saison gespielt und wollen sie mit einer richtig guten Leistung in Leverkusen abschließen", sagte der Trainer-Guru vor dem Duell bei der "Werkself".

Die Frankfurter Eintracht will sich derweil trotz des bevorstehenden Finales in der Europa League beim FSV Mainz 05 nicht schonen. "Ich möchte der Meinung entgegentreten, dass wir die Liga herschenken würden. Ich finde das despektierlich. Wir haben vielleicht hier und da nicht die Leistung gezeigt, die wir uns vorgenommen haben, aber nie ein Spiel hergeschenkt", sagte Eintracht-Trainer Oliver Glasner vor dem Rhein-Main-Derby. "Mainz wird uns alles abverlangen. Wir wollen zeigen, dass wir gegenhalten können. Ich sage jetzt nicht: seid vorsichtig", so der 47-jährige Österreicher, der unter anderem auf den verletzten Martin Hinteregger verzichten muss.

Weltfußballer Robert Lewandowski, der laut Medienberichten seinen 2023 auslaufenden Vertrag bei Bayern München nicht verlängern will, darf sich nach dem abschließenden Duell beim VfL Wolfsburg unterdessen zum siebenten Mal über den Titel des Torschützenkönigs freuen. Der Pole, der angeblich zum FC Barcelona wechseln will, führt mit 34 Toren überlegen vor Leverkusens Patrik Schick (24) und dem Noch-Dortmunder Erling Haaland (21). Ebenfalls sieben Mal bester Torschütze war Rekordhalter Gerd Müller.

Zorc und Völler vor Abschied 

Zwei Aushängeschilder der deutschen Bundesliga sagen am Samstag übrigens Adieu: BVB-Urgestein Michael "Susi" Zorc sitzt bei Dortmund das letzte Mal als Sportdirektor auf der Bank, seinen Job übernimmt Sebastian Kehl. Und in Leverkusen wird Rudi Völler alias "Tante Käthe" nach 21 Jahren in sportlichen Führungspositionen bei Bayer verabschiedet.

 

Weltfußballer Robert Lewandowski, der laut Medienberichten seinen 2023 auslaufenden Vertrag bei Bayern München nicht verlängern will, darf sich nach dem abschließenden Duell beim VfL Wolfsburg unterdessen zum siebenten Mal über den Titel des Torschützenkönigs freuen. Der Pole, der angeblich zum FC Barcelona wechseln will, führt mit 34 Toren überlegen vor Leverkusens Patrik Schick (24) und dem Noch-Dortmunder Erling Haaland (21). Ebenfalls sieben Mal bester Torschütze war Rekordhalter Gerd Müller.

Quelle: Agenturen / mpa