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Österreich: Frühling überdurchschnittlich warm

30. Mai 2022 · Lesedauer 2 min

Der meteorologische Frühling 2022 ist größtenteils überdurchschnittlich warm verlaufen und brachte nur wenige kühle Wetterlagen.

"Auf den Bergen Österreichs war es sogar der dreizehntwärmste Frühling der 171-jährigen Gebirgsmessreihe", sagte Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). In den Niederungen belegte er Platz 32.

In der vorläufigen Auswertung liegt der Frühling 2022 im Tiefland Österreichs genau im Durchschnitt der jüngeren Vergangenheit (Klimamittel von 1991 bis 2020), auf den Bergen war der Frühling um 0,7 Grad wärmer. Im Vergleich zur Klimaperiode 1961 bis 1990, die von der Klimaerwärmung noch nicht so stark betroffen war, lag der Frühling im Tiefland um 1,5 über dem Mittel und auf den Bergen um 2,1 Grad.

Über 30 Grad im Frühling 

Die höchste Temperatur dieses Frühlings registrierte die ZAMG am 20. Mai in Bludenz, mit 33,7 Grad. Das ist auch die höchste jemals in einem Mai und in einem meteorologischen Frühling in Vorarlberg gemessene Temperatur. Der bisherige Vorarlberg-Frühlingsrekord lag bei 33,3 Grad im Mai 2009, ebenfalls in Bludenz. Die tiefste Temperatur unter 1.000 Meter Seehöhe wurde mit -16,3 Grad am 1. März in Radstadt (Salzburg) verzeichnet.

Wenig Niederschlag 

Der Frühling 2022 brachte in der österreichweiten Auswertung um etwa 25 Prozent zu wenig Niederschlag. Der März verlief extrem trocken und April und Mai brachten nur in einigen Regionen durchschnittliche bis überdurchschnittliche Regenmengen. Damit zeichnet sich in der Reihe der trockensten Frühlinge (164-jährige Messreihe) ein Platz im Bereich 15 bis 20 ab.

Quelle: Agenturen