ÖBB-Kosten für Graffitibeseitigungen 2025 mehr als halbiert
Teil der Sicherheitsstrategie sei eine enge Zusammenarbeit mit der Polizei und präventive Maßnahmen wie bauliche Zäune, geschultes Sicherheitspersonal und Videoüberwachung. Den Sprayern werde dadurch immer weniger Zeit und Raum gelassen. 2024 konnten 28 Täterinnen und Täter überführt werden, 2025 soll "die Erfolgsquote auf diesem hohen Niveau" geblieben sein. Die zu reinigende Fläche an Zügen sei um rund 28 Prozent auf 37.701 Quadratmeter geschrumpft.
Allerdings sind laut den ÖBB die Fälle von 2.710 Beschmierungen im Jahr 2024 auf 2.859 im Jahr 2025 gestiegen. Man dokumentiere und zeige jeden Fall an, denn "Graffiti ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat, die das Eigentum der Steuerzahler schädigt", hieß es von den ÖBB. Nicht allein der Wohlfühlfaktor der Fahrgäste werde dadurch eingeschränkt. Das Zugangebot der ÖBB könne dadurch verknappt werden, denn für die aufwendige Reinigung müssen die Züge aus dem Verkehr gezogen werden. Das geschehe so schnell wie möglich, da oft auch Sicherheitshinweise übersprüht werden, die im Unglücksfall Leben retten können, erklärte das Unternehmen.
Lebensgefährliche Risiken für Sprayer
Neben dem Ausfall der Zuggarnituren für die Dauer der Reinigung und dem wirtschaftlichen Schaden, betonten die ÖBB die lebensgefährlichen Risiken für die Sprayer selbst. "Der illegale Aufenthalt im Gleisbereich, herannahende Züge und 15.000 Volt führende Oberleitungen führen immer wieder zu tragischen Unfällen", hieß es in der Aussendung. Die ÖBB appellierten daher "eindringlich, legale Flächen für Graffiti-Kunst zu nutzen, um weder die eigene Sicherheit noch den Bahnbetrieb zu gefährden".
Zusammenfassung
- Die Kosten der ÖBB für die Beseitigung von Graffitis sind 2025 im Vergleich zum Vorjahr von 4,5 auf 2,2 Millionen Euro gesunken.
- Trotz der Kostenreduktion ist die Zahl der Graffitifälle von 2.710 (2024) auf 2.859 (2025) gestiegen, während die zu reinigende Fläche um rund 28 Prozent auf 37.701 Quadratmeter schrumpfte.
- Die ÖBB führen die Entwicklung auf eine optimierte Sicherheitsstrategie zurück und warnen vor lebensgefährlichen Risiken für Sprayer sowie Einschränkungen für Fahrgäste durch aus dem Verkehr gezogene Züge.
