Obdachlose in Rom soll angeblich Österreicherin sein
Die Sozialstadträtin Roms, Barbara Funari, hat sich mit einem öffentlichen Aufruf an die von RAI ausgestrahlte Fernsehsendung "Chi l'ha visto?" ("Wer hat sie gesehen?") gewandt, die bei der Suche nach Vermissten hilft. Fotos der Frau wurden veröffentlicht. Ziel ist es, ihre Identität zu klären, um ihr medizinische und soziale Hilfe zu ermöglichen. Eine freiwillige Helferin entdeckte Isabella im römischen Stadtteil Monte Mario und versorgt sie seit einiger Zeit mit Essen und Decken. Mit Unterstützung der Sozialdienste wurde inzwischen eine vorübergehende Unterkunft organisiert.
Die Frau spricht verschiedene Sprachen. Im Laufe der Jahre hat sie unterschiedliche Nachnamen angegeben, darunter historische Persönlichkeiten. Nach Angaben der Stadtverwaltung tauchte Isabella erstmals Ende der 1990er-Jahre in Rom auf. Die Behörden hoffen nun, dass Zuschauer der Sendung sie erkennen und Hinweise zu ihrer Herkunft geben können. Ohne Identität ist eine umfassende Betreuung durch Sozial- und Gesundheitsdienste nur eingeschränkt möglich.
Ein ähnlicher Fall hatte sich kürzlich ebenfalls in Rom ereignet: Ein obdachloser Mann ohne Papiere konnte nach einem öffentlichen Aufruf identifiziert werden und nach mehreren Jahren seine Familie wiederfinden. Dabei handelte es sich um einen 42-jährigen Litauer, der nach vier Jahren auf der Straße seine Angehörigen wiedertreffen konnte.
Zusammenfassung
- In Rom sorgt der Fall einer obdachlosen Frau für Aufsehen, die sich Isabella nennt und angibt, im Juni 1932 in Österreich geboren zu sein, jedoch ohne Ausweisdokumente seit Ende der 1990er-Jahre auf der Straße lebt.
- Die Stadt Rom und die katholische Hilfsorganisation Comunità di Sant'Egidio versuchen mit einem öffentlichen Aufruf in der RAI-Sendung "Chi l'ha visto?" Isabellas Identität zu klären, um ihr medizinische und soziale Hilfe zu ermöglichen.
- Ein ähnlicher Fall wurde kürzlich gelöst, als ein 42-jähriger Litauer nach vier Jahren Obdachlosigkeit in Rom durch einen öffentlichen Aufruf identifiziert und mit seiner Familie wiedervereint werden konnte.
