Nowotny zu Delta-Variante: "Sind Großbritannien zwei Monate hinterher"

14. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

Virologe Norbert Nowotny warnt, dass Österreich die Entwicklung in Großbritannien noch bevorstehen könnte. Aktuell würden die Zahlen die geplanten Öffnungen aber erlauben.

Die Delta-Variante des Coronavirus ist auch in Teilen Österreichs festgestellt worden, einige Dutzend Verdachtsfälle sind noch nicht geklärt. Virologe Norbert Nowotny sagt im PULS 24 Interview am Montag, dass angesichts der bisher bestätigten Fälle wohl anzunehmen ist, dass die Delta-Variante auch in Österreich Fuß gefasst habe.

"Wir sind zwei Monate hinter Großbritannien hinterher, was die Ausbreitung dieser Delta-Virusvariante betrifft", schätzt der Virologe. Nun gelte es, möglichst schnell weite Teile der Bevölkerung zu impfen, denn die Vollimpfung würde gegen die Delta-Variante guten Schutz bieten.

Öffnungen nicht in Gefahr

Die aktuell geplanten Öffnungen für den Juli sieht Nowotny aber aktuell nicht in Gefahr. "Die Zahlen, die wir jetzt haben, die erlauben die Öffnungsschritte wie geplant". Allerdings: "Wie es am 1. Juli ausschauen wird, sehen wir bis dahin", meint er.

Auch der Fall der Maskenpflicht in den Schulen, die manche Experten eher kritisch sehen, sieht Nowotny gelassen. Das Auslaufen lassen der Maskenpflicht sei durchaus möglich. Wichtig dafür seien aber zwei flankierenden Maßnahmen: zum einen die Durchimpfung des Lehrpersonals und möglichst großer Teile der Schülerschaft; zum anderen die Fortsetzung der Schultests.

Maskenpflicht-Ende an Schulen

PULS 24 hat in einem Lokalaugenschein nachgefragt, was die Österreicher zum Ende der Maskenpflicht in der Schule sagen.

Stephan HoferQuelle: Redaktion / hos