APA - Austria Presse Agentur

Nicht alle Gesunden könnten dritten Stich benötigen

11. Aug 2021 · Lesedauer 2 min

Ab 17. Oktober wird in Österreich mit den Auffrischungsimpfungen begonnen werden. Aber nicht alle gesunden Personen könnten eine dritte Corona-Impfung benötigen.

Derzeit liege die Priorität darauf, dass sich noch ungeimpfte Menschen immunisieren lassen und so viele wie möglich ihren Impfschutz vervollständigen, um sich bestmöglich vor Delta zu schützen, erklärte das Gesundheitsministerium gegenüber der APA im Mittwoch.

Im Hintergrund werden bereits Vorbereitungen für eine dritte Corona-Impfung getroffen. Den Anfang sollen Bewohnerinnen und Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen sowie bei Hochrisikogruppen machen. Ob und wann diese tatsächlich für alle gesunden Personen notwendig sein wird, ist laut Gesundheitsministerium auf Basis der aktuellen Studienlage aber noch nicht abschließend beurteilbar. "Das Nationale Impfgremium beobachtet hier laufend die Entwicklungen", hieß es am Mittwoch.

Mückstein: Menschen werden vor 3. Impfung informiert 

In Österreich muss sich aber niemand selbst seinen nächsten Impftermin errechnen - das Nationale Impfgremium empfiehlt eine Auffrischung der Impfung neun Monate nach der zweiten Dosis. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) sagte im PULS 24 Interview, dass man über seinen Termin informiert wird.

Wolfgang Mückstein im Interview bei PULS 24 Anchor Thomas Mohr.

Viele weitere Fragen, wie der Einsatz von Kreuzimpfungen, Intervalle und Zielgruppen, sind noch nicht geklärt. Hier wird auf Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums gewartet. Das Gremium soll auch festlegen, welche Gruppen überhaupt eine Auffrischung benötigen. 

PULS 24 will im Newsroom LIVE am Donnerstag darüber aufklären, was das für die Menschen heißt, wie das bei den Impfstoffen von AstraZeneca und Johnson&Johnson ist und welche Tests es braucht. Dazu zu Gast ist Lukas Weseslindtner, Virologe an der Meduni Wien. 

Ob es Vorgaben oder Empfehlungen geben soll, beim dritten Stich auf Kreuzimpfungen und damit einen anderen Impfstoff als bei den ersten beiden Stichen gesetzt werden soll, ist ebenfalls noch nicht fix. Fest steht, dass die Europäische Union bei der Beschaffung ab Herbst verstärkt auf mRNA-Impfstoffe setzen wird.

Quelle: Agenturen