APA - Austria Presse Agentur

Neuseeland führt bezahlten Urlaub nach Fehlgeburten ein

25. März 2021 · Lesedauer 1 min

Neuseeländische Paare, die eine Fehlgeburt oder Totgeburt erleiden, können künftig drei Tage bezahlten Urlaub in Anspruch nehmen.

Das neue Gesetz wurde am Mittwoch vom neuseeländischen Parlament einstimmig verabschiedet. Es gewährt Paaren, die eine Fehlgeburt oder Totgeburt erleiden, drei Tage bezahlten Urlaub. Labour-Abgeordnete Ginny Andersen, die den Gesetzentwurf verfasst hat, sagte, dass Neuseeland mit dem Gesetz seine Pionierrolle bei Frauenrechten fortsetze.

"Der Kummer, der mit einer Fehlgeburt einhergeht, ist keine Krankheit. Es ist ein Verlust, und dieser Verlust braucht Zeit - Zeit, um sich körperlich und geistig zu erholen", sagte Andersen vor dem Parlament.

Arbeitgeber in Neuseeland mussten wie in einigen anderen Ländern bezahlten Urlaub für Totgeburten gewähren, wenn ein Fötus nach einer Schwangerschaft von 20 Wochen oder mehr starb. Die neue Gesetzgebung weitet den Anspruch auf jeden aus, der ein Ungeborenes verliert, wodurch Unklarheiten beseitigt werden. Die Maßnahme soll in den kommenden Wochen zum Gesetz werden. Nicht unter das neue Gesetz fallen Abtreibungen, die Neuseeland letztes Jahr entkriminalisiert hat.

Quelle: Redaktion / apb