Blockade von Extinction Rebellion in Wien aufgelöst

01. Okt 2020 · Lesedauer 2 min

Die Klimaaktivisten von "Extinction Rebellion" blockieren seit Donnerstagabend in der Nähe des Wiener Karlsplatzes eine Kreuzung. Die Polizei löst nun am Freitagvormittag die Versammlung auf.

Eine seit Donnerstagabend laufende Blockade der Klimaaktivisten von "Extinction Rebellion" (XR) im Bereich des Karlsplatzes in der Wiener Innenstadt haben die Manifestanten auch über Nacht fortgesetzt. In der Friedrichstraße Ecke Operngasse harrten in der Früh laut Polizei rund 30 Demonstranten aus und blockierten den Bereich teilweise. Auch eine technische Sperre war errichtet worden. Die Aktivisten forderten unter anderem ein Gespräch mit Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ).

 

Eine Aktivistin von "Extinction Rebellion" zu den Gründen für die Blockade am Wiener Karlsplatz.

Am Freitagvormittag ging die Polizei dann gegen die Aktivisten vor und begann damit die Blockade aufzulösen. Die Manifestanten gaben via Twitter bekannt, dass eine entsprechende Durchsage seitens der Polizei erfolgt sei. Polizeisprecher Markus Dittrich bestätigte der "APA", dass die Räumung kurz vor 10.00 Uhr gestartet wurde.

Zu den Gründen sagte Dittrich, dass der Verkehr und die Bewegungsfreiheit der Bürger doch unzumutbar beeinträchtigt worden seien. Es gab eine zweimalige Durchsage. Einige Aktivisten verließen die Blockade laut Dittrich freiwillig, etwa zehn bis 15 Manifestanten mussten allerdings mit Zwang weggebracht werden. Das verlief zunächst zumindest "ruhig und gesittet", wie Dittrich sagte.

Polizeisprecher Markus Dittrich zu den Gründen für die Räumung der Blockade von "Extinction Rebellion".

Die Polizei stellte die Identität der Kundgebungsteilnehmer fest. Wenn dies nicht möglich war, wurde eine vorläufige Festnahme ausgesprochen. "Ganz ohne Technik wird es nicht gehen", sagte der Polizeisprecher. Die Aktivisten hatten sich an Stahlrohre gekettet.

Die Blockade war am Donnerstag gegen 19.00 Uhr errichtet worden. Die Demonstranten, die unter anderem die Einrichtung von Experten beratenen Klima-Bürgerräten fordern, blieben die Nacht über an Ort und Stelle. Anders als auf dem Michaelerplatz zu Beginn der Woche errichteten sie diesmal keine Zelte, sondern harrten bei kühlen Temperaturen im Freien aus. In einer Aussendung kündigten sie in der Früh an, bleiben und eine politische Zusage für die Einrichtung der Bürgerräte erreichen zu wollen.

Der Artikel wurde am 02.10.2020 um 10:20 Uhr aktualisiert.

Quelle: Agenturen