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Nachwuchs für ausgewilderte Jaguare in Argentinien

22. Juli 2022 · Lesedauer 1 min

Im weltweit bekannten Iberá-Nationalpark im Nordosten Argentiniens haben erstmals zwei ausgewilderte Jaguare Nachwuchs zur Welt gebracht. Die Eltern der beiden Jungtiere seien im vergangenen Jahr ausgewildert worden, teilte die Organisation Rewilding Argentina am Donnerstag (Ortszeit) mit. Jabotazinho kam aus Brasilien, das Jaguar-Weibchen Arami wurde 2018 in einem Auswilderungszentrum im argentinischen Sumpfgebiet geboren.

"Wir versuchen, die ökologische Funktionsweise der Sumpflandschaft wiederherzustellen, indem wir fehlende Arten zurückbringen", sagte Sebastián di Martino von Rewilding Argentina der Mitteilung zufolge. "Der Jaguar spielt darin eine Schlüsselrolle." Seit 2012 seien acht der Großkatzen erfolgreich ausgewildert worden.

Im Februar hatten verheerende Brände im Nordosten Argentiniens den Iberá-Nationalpark erreicht und dessen Tierwelt gefährdet. Die Iberá-Feuchtgebiete, eine Mischung aus Sumpf, Moor, Seen und Lagunen im Grenzgebiet zu Paraguay und Brasilien, sind unter anderem durch den verstorbenen US-Multimillionär und -Umweltschützer Douglas Tompkins bekannt. Rewilding Argentina geht auf den früheren Chef der Modemarken The North Face und Esprit zurück. Er kaufte in Argentinien und Chile riesige Ländereien auf und verwandelte sie in Schutzgebiete. 2015 kam Tompkins bei einem Kajak-Unfall in Patagonien ums Leben. Rewilding Argentina betreibt in mehreren Nationalparks in Argentinien Auswilderungsprojekte.

Quelle: Agenturen