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Nach Explosion in Krems: Austretendes Propangas als Ursache

06. Mai 2022 · Lesedauer 2 min

Nach einer Explosion in einem Kremser Chemieunternehmen hat es am Freitag erste Ergebnisse der Ursachenforschung gegeben.

Zwei Arbeiter hatten laut Polizeisprecher Stefan Loidl in der betroffenen Lagerhalle bei der Demontage eines stillgelegten Kessels einen Schweißbrenner verwendet. Dabei sei vermutlich Propangas ausgetreten, das sich unbemerkt in dem Objekt verteilt habe. Eine externe Zündquelle dürfte dann zur Explosion geführt haben.

Details zur externen Zündquelle gab es noch nicht. Es könnte sich etwa um eine Zigarette oder einen Schaltfunken gehandelt haben. An Ort und Stelle liefen die Erhebungen weiter. Spezialisten von Bundes- und Landeskriminalamt waren weiterhin damit befasst.

Ein Mitarbeiter gestorben

Die Landespolizeidirektion Niederösterreich machte am Freitag auch Angaben zum Todesopfer. Beim Arbeiter einer externen Firma, der am Donnerstagnachmittag nach längerer Suche leblos in der explodierten Halle entdeckt worden war, handelt es sich Loidl zufolge um einen in Linz wohnenden 33 Jahre alten bosnischen Staatsbürger. Dessen bei der Explosion schwer verletzter Kollege, ein 26-Jähriger, wohnt ebenfalls in der oberösterreichischen Landeshauptstadt. Leichte Blessuren erlitt nach Angaben des Polizeisprechers eine 29-jährige Feuerwehrfrau aus dem Bezirk Lilienfeld.

Ein Arbeiter ist am Donnerstagnachmittag bei einer Explosion in der Halle eines Chemieunternehmens in Krems ums Leben gekommen. 

In Krems und Umgebung war die Explosion am Donnerstag weithin wahrnehmbar gewesen. Die Halle wurde zerstört und glich einem Trümmerhaufen, auch umliegende Gebäude wurden beschädigt. Das betroffene Unternehmen gab dennoch Entwarnung und betonte, dass keine Chemikalien ausgetreten seien. Außerdem gehe von den Betriebsanlagen keine weitere Gefahr aus.

Quelle: Agenturen / pea