Nach Causa Aschbacher: WKO nimmt Plagiatsjäger Weber in den Fokus

17. März 2021 · Lesedauer 2 min

Der Plagiatsjäger Stefan Weber wird von der WKO ermahnt. Ihm wird vorgeworfen, Dienstleistungen anzubieten, die er ohne Gewerbeschein nicht anbieten darf.

Die Wirtschaftskammer (WKO) ermahnt den Plagiatsjäger Stefan Weber. Auf seiner Homepage warb Weber dafür, Ghostwriter von Gutachten und Manuskripte aufzudecken. "Diese Aufgabe ist jedoch den Berufsdetektiven vorbehalten, nicht einem Plagiatsjäger ohne Gewerbeschein", zitiert die "Kronen-Zeitung" den Vorwurf.

Nun soll Weber den Text von seiner Website ausbessern. Weber rechtfertigte sich laut "Krone"  damit, dass er die Passage der Gewerbeordnung nicht kannte. Er hätte sonst nicht damit geworben.

"Das dürfen nur Detektive"

Neben der Dienstleistung wird Weber auch eine andere Übertretung vorgeworfen. Ein Fachmann erklärt den Vorwurf in einem "Krone"-Artikel wie folgt: "Der Dozent darf öffentliche Doktorarbeiten begutachten, aber nicht recherchieren, ob jemand einen Doktortitel rechtmäßig erworben hat. Das dürfen nur Detektive." Die Wirtschaftskammer prüft nun den Vorwurf.

Weber findet Vorwürfe "sehr lustig"

Weber findet die Vorwürfe "sehr lustig", wie er im PULS 24-Interview sagt. Er habe hunderte Anfragen und lade alle Berufsdetektive ein, mit ihm diese Anfragen abzuarbeiten. "Wenn die Gewerbeordnung das tatsächlich so vorsieht", sagt Weber, "dann soll es mir Recht sein" und nimmt das es mit Humor. Er habe sein Gewerbe - Sachverständiger - von seinem Anwalt schon vor Jahren prüfen lassen. Demnach brauche er keinen Gewerbeschein. Ein hochrangiger Vertreter der Politik habe ihm mitgeteilt, dass die Anzeige bei der WKÖ politisch motiviert sei, so Weber.

Quelle: Redaktion / pea