Nach Brand: Dauer der Sperre von A10-Tunnel weiter offen
Auf den ersten 120 Metern des Tunnels wurden durch das Feuer sämtliche Sicherheitseinrichtungen zerstört. Durch den Brand ist auch das Tunnelgewölbe sowie der Einfahrtsbereich der Galerie in Mitleidenschaft gezogen. Dafür dürfte die Fahrbahn den Lkw-Brand ohne größere Schäden überstanden haben.
In den kommenden Tagen werden noch Untersuchungen mittels Bohrungen durchgeführt, um die statische Beschaffenheit des Tunnelgewölbes zu beurteilen. Aufgrund der hier noch ausstehenden Erkenntnisse, aber auch wegen der aktuell schwierigen Temperatur- und Witterungsverhältnisse könne aktuell noch nicht gesagt werden, ab wann die Tunnelröhre zumindest einspurig wieder befahrbar sein wird. Mehr Informationen dazu werde es in den kommenden Tagen geben, sagte Asfinag-Sprecher Alexander Holzedl zur APA.
Im Gegensatz zur einspurigen Verkehrsführung würde die Einrichtung eines Gegenverkehrsbereichs nicht nur deutlich länger dauern, sondern auch die Kapazität beider Fahrtrichtungen einschränken. Das würde bei starkem Verkehrsaufkommen unweigerlich Blockabfertigungen zur Folge haben. Auch der Winterdienst würde bei einem Gegenverkehrsbereich kaum zu bewältigen sein.
Reparaturarbeiten voll angelaufen
Die Reparaturarbeiten im Tunnel sind unterdessen voll angelaufen. Es wurde bereits mit der Reinigung des durch Feuer und Rauch massiv verschmutzten Tunnels und der Entleerung der Gewässerschutzanlage begonnen. In den kommenden Tagen ist der Einbau von vier jeweils elf Meter langen Stahlträgern vorgesehen, die im Bereich der Galerie für die notwendige statische Sicherheit sorgen. Dazu sollen Verkabelung, Beleuchtung und die Sicherheitseinrichtungen wieder hergestellt werden.
Vor dem Brand am Freitag war ein Lkw-Lenker mit seinem Sattelkraftfahrzeug gegen das rechte Portal des Brentenbergtunnels geprallt. Das Schwerfahrzeug kam unmittelbar nach dem Portal im Tunnel zum Stillstand und fing sofort Feuer. Es stand innerhalb kürzester Zeit in Vollbrand. Der Lenker wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht.
Zusammenfassung
- Drei Tage nach dem schweren Lkw-Brand im Brentenbergtunnel auf der A10 bleibt die Dauer der Sperre der Tunnelröhre Richtung Salzburg weiterhin offen.
- Auf den ersten 120 Metern des Tunnels wurden sämtliche Sicherheitseinrichtungen zerstört, während die Fahrbahn selbst offenbar keinen größeren Schaden genommen hat.
