APA/GERT EGGENBERGER

Nach Bluttat in Kärnten Verdächtige nicht transportfähig

01. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

Nachdem sie eine 43-jährige Frau und deren fünfjährigen Sohn in Villach mit einem Auto angefahren und vorsätzlich getötet haben soll, wird die 37-jährige Tatverdächtige nach wie vor im Krankenhaus behandelt. Wie Staatsanwalt Markus Kitz am Dienstag auf APA-Anfrage sagte, wird sie von Beamten der Justizwache bewacht. Demnächst - eventuell am Mittwoch - wird sie von einem Haft- und Rechtsschutzrichter befragt, der über die Verhängung der Untersuchungshaft entscheiden muss.

Nachdem die 37-Jährige laut Auskunft des Krankenhauses nicht transportfähig ist, wird die Haftverhandlung entweder direkt im Spital oder über Videostream über die Bühne gehen. Am Dienstag waren nach wie vor einige Fragen offen - etwa jene, ob die Frau die 43-Jährige abgepasst hatte. "Was wir definitiv wissen ist, dass es vor der Tat keinen Kontakt zum Vater des Buben oder zur Verstorbenen gegeben hat", sagte Kitz. Auch der Vater - entgegen ersten Meldungen kein Rumäne, sondern ein in Kanada geborener Mann - war bereits am Sonntag befragt worden. Über den Inhalt seiner Aussagen gab es vorerst keine Informationen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordverdachts.

Zu der Tat war es am Samstag in Villach gekommen. Die 37-jährige Rumänin hatte die 43-Jährige und deren Sohn mit dem Auto angefahren, beide waren so schwer verletzt, dass sie starben. Kurze Zeit nach dem Unfall wurde die 37-Jährige schwer verletzt aufgefunden und ins Krankenhaus gebracht. Sie gestand in ihrer Einvernahme, dass sie die 43-Jährige aus Rache und Eifersucht angefahren habe, den Fünfjährigen habe sie aber nicht gesehen. Das 43-jährige Opfer stammt ebenfalls aus Rumänien. Der Vater des Buben ist der frühere Ehemann der Täterin.

Quelle: Agenturen