Münchner Wirt kombiniert Weißwurst mit Krapfen
Er habe sich gefragt, was speziell in München zum Krapfen passen könne - und "was hat mehr Münchner DNA als die Münchner Weißwurst", sagte Vollmer. Der Legende nach sei die Weißwurst zudem im Fasching erfunden worden - damals angeblich, weil einem Wirt die Därme für Kalbsbratwürste ausgingen und er deshalb größere Schweinedärme vom Schwein verwurstete.
Nun passten die Erfinder die Wurst erneut an: Sie entwickelten eine Riesen-Weißwurst von etwa zehn Zentimetern Durchmesser und 40 Zentimetern Länge. Eine Scheibe davon wird in den aufgeschnittenen Krapfen gelegt - eine Art Krapfen-Wurst-Burger. Darauf kommt eine Kombination aus Münchner Weißwurstsenf und Düsseldorfer Löwensenf.
Die Regel, dass die Weißwurst das 12.00 Uhr-Läuten nicht erleben sollte, gilt für den Krapfen nicht. "Wir haben seit gut 100 Jahren Kühlschränke", sagt Ranzinger. Das Weißwurst-Ess-Gebot - das auch für die Wurst heute höchstens noch aus Traditionsgründen gilt - stammt aus einer Zeit, in der Lebensmittel mangels geeigneter Kühlung schnell verdarben.
Nicht zum ersten Mal gibt es im Fasching närrische Krapfen: Ein Miesbacher Bäcker sorgte 2019 mit dem Leberkäs-Krapfen für Aufsehen, ein paar Jahre später schuf er den Wurst-Krapfen mit Schweinswürsten, Zwiebeln, Ketchup und Currypulver - wo es den einen gruselte, griff der andere neugierig zu.
Zusammenfassung
- Zum Fasching 2026 bieten mehrere Münchner Innenstadtwirte, darunter das Hofbräuhaus und das Augustiner Stammhaus, erstmals eine Weißwurst im Krapfenteig an.
- Die Idee stammt von Wirt Thomas Vollmer, der dafür eine rund 40 Zentimeter lange und 10 Zentimeter dicke Weißwurst entwickelt hat, die in Scheiben geschnitten in einen aufgeschnittenen Krapfen gelegt wird.
- Als Topping kommt eine Mischung aus Münchner Weißwurstsenf und Düsseldorfer Löwensenf auf den Krapfen-Wurst-Burger, wobei die traditionelle Mittagsregel für Weißwurst hier nicht mehr gilt.
