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Mindestens 60 Tote bei Kaufhausbrand in Pakistan

22. Jan. 2026 · Lesedauer 2 min

Nach dem verheerenden Brand eines Einkaufszentrums in Pakistan ist die Zahl der Toten auf mindestens 60 gestiegen. Die Opferzahl war plötzlich angestiegen, nachdem rund 30 Leichen unter den Trümmern eines Geschäfts gefunden wurden, wie ein lokaler Beamter in der Hafenstadt Karachi sagte.

Das Feuer war am Wochenende ausgebrochen und hatte die Einkaufspassage in der Millionenmetropole fast vollständig zerstört. "Wir glauben, dass noch etwa 30 Menschen vermisst werden. Es gibt keine Hoffnung, noch jemanden lebend zu finden", sagte ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes.

Unterdessen wurden die Leichen zwecks Identifizierung DNA-Tests unterzogen, wie eine Polizeiärztin erklärte. "Der Vorgang könnte noch ein paar Tage dauern", sagte sie. Mehrere Dutzend Menschen werden noch vermisst. Familien warteten in Sorge und Hoffnung auf Gewissheit vor der Brandruine.

Das Einkaufszentrum war Behördenangaben zufolge für 400 Läden ausgelegt – tatsächlich sollen dort jedoch gut dreimal so viele Geschäfte untergebracht gewesen sein. Nur zwei Notausgänge seien funktionsfähig gewesen.

In der Vergangenheit kam es in dem südasiatischen Land häufig zu verheerenden Feuerkatastrophen, die Diskussionen über Brandschutz auslösten. Die Feuerwehren sind oft unterbesetzt und schlecht ausgerüstet – und damit kaum in der Lage, auf größere Notfälle zu reagieren.

Zusammenfassung
  • Mindestens 60 Menschen sind beim Brand eines Einkaufszentrums in Karachi ums Leben gekommen, nachdem rund 30 weitere Leichen unter den Trümmern gefunden wurden.
  • Das Einkaufszentrum war für 400 Läden ausgelegt, tatsächlich waren aber etwa 1.200 Geschäfte untergebracht und nur zwei Notausgänge funktionsfähig.
  • Etwa 30 Menschen werden weiterhin vermisst, die Identifizierung der Opfer per DNA-Test kann noch einige Tage dauern.