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Mindestens 31 Tote bei Überflutungen auf den Philippinen

28. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Ein Tropensturm im Süden der Philippinen hat schwere Überschwemmungen verursacht und mindestens 31 Menschen das Leben gekostet. Die Opfer starben in drei Ortschaften in der Provinz Maguindanao, knapp 1.000 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila, sagte der Innenminister der Region, Naguib Sinarimbo. Einige seien in ihren eigenen Häusern von Erdmassen begraben worden, erklärte ein Sprecher des örtlichen Katastrophenschutzes.

Weitere Menschen würden noch vermisst. Eine genaue Zahl war nicht bekannt. Tropensturm "Nalgae" ziehe Richtung Westen, teilte der Wetterdienst mit. In westlichen Regionen des Inselstaates würden am Wochenende daher ebenfalls schwere Regenfälle erwartet.

Von dem Unwetter betroffen waren insbesondere die ländlichen Gebiete rund um die 300.000-Einwohner-Stadt Cotabato City. In der Nacht auf Freitag regnete es dort in Sturzbächen, die Wassermassen rissen entwurzelte Bäume, Gestein und Schlamm mit sich. Rettungskräfte in Gummibooten holten einige der betroffenen Anrainer von den Dächern ihrer Häuser.

In der Zwischenzeit zog sich das Wasser aus einem Teil der betroffenen Gebiete zurück, rund 90 Prozent der Fläche von Cotabato City blieb indes überflutet. Für den Freitag rechnete die Regionalregierung zudem mit möglichen weiteren heftigen Regenfällen. Die Wetterbehörde der philippinischen Zentralregierung in Manila führt die Unwetter teilweise auf den Tropensturm Nalgae zurück.

Nalgae bewegte sich am Freitag weiter auf die nördlichen Philippinen zu, der Sturm soll dort am Samstag oder Sonntag auf Land treffen. Der örtlichen Zivilschutzbehörde zufolge wurden knapp 5.000 Menschen in besonders von Überflutungen und Erdrutschen bedrohten Gebieten vorsichtshalber evakuiert. Die besonders von den Überflutungen betroffene Region um Cotabato City steht nach jahrzehntelangen bewaffneten Aufständen durch Separatisten unter muslimischer Selbstverwaltung.

Die Philippinen werden jedes Jahr durchschnittlich von rund 20 Taifunen und Stürmen getroffen, in deren Folge regelmäßig Menschen sterben sowie Viehbestände zugrunde gehen und Anbauflächen, Häuser, Straßen und Brücken zerstört werden. Im nun betroffenen Süden der Philippinen sind derartige Stürme allerdings selten.

Quelle: Agenturen