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Mindestens 22 Tote bei Flugzeugunglück in Bolivien

Heute, 12:42 · Lesedauer 2 min

Bei einem Flugzeugunglück in Bolivien sind am Freitag mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. 37 weitere seien verletzt worden, als eine Militärmaschine der bolivianischen Luftwaffe bei der Landung auf dem Flughafen von El Alto von der Piste abkam, sagte Gesundheitsministerin Marcela Flores. Präsident Rodrigo Paz ordnete am Sonntag eine dreitägige Staatstrauer an.

Wie das bolivianische Verteidigungsministerium mitteilte, transportierte das abgestürzte Flugzeug Bargeld. Allerdings wiesen die Scheine keine offizielle Nummerierung oder Seriennummer auf und waren daher wertlos. "Das Sammeln, der Besitz oder die Verwendung dieses Geldes stellt eine Straftat dar", hieß es in der Mitteilung.

Die Bevölkerung wurde aufgefordert, sich dem Unglücksort nicht zu nähern. Dennoch kamen etwa 5.000 Menschen zu der Unglücksstelle und nahmen nach Angaben der Zentralbank etwa fünf Millionen Geldscheine an sich. Einsatzkräfte setzten lokalen Medienberichten zufolge Tränengas ein, um die Menge zu zerstreuen. 47 Verdächtige wurden wegen Diebstahls festgenommen, wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte.

Der Nationale Journalistenverband berichtete, Personen hätten Nachrichtenteams während der Berichterstattung über den Unfall mit ungewöhnlicher Gewalt angegriffen, um das transportierte Geld zu stehlen. Auch Krankenwagen wurden attackiert. "Was geschehen ist, ist empörend. Wir dürfen so etwas nicht zulassen", sagte Gesundheitsministerin Flores. Um weitere Plünderungen und Krawalle zu vermeiden, wurden die restlichen Banknoten vor Ort verbrannt, wie die Zeitung "La Razón" meldete.

Ursache noch unbekannt

Nach ersten Berichten wurden auch etwa 15 Fahrzeuge am Unglücksort beschädigt oder zerstört. "Unter den betroffenen Fahrzeugen befinden sich Kleinbusse, Privatwagen und sogar ein Sattelzug, die beim Absturz des Flugzeugs in der Gegend getroffen wurden. Einige Fahrzeuge wurden zu einem Haufen Schrott zerquetscht, und unter den Trümmern befinden sich Tote", zitierte "La Razón" den nationalen Feuerwehrdirektor Pavel Tovar.

Die Ursache des Unglücks war zunächst unbekannt. Suchtrupps entdeckten allerdings den Flugschreiber, der Aufschluss über den Auslöser des Unfalls geben könnte.

Zusammenfassung
  • Bei einem Flugzeugabsturz einer Militärmaschine in Bolivien kamen mindestens 22 Menschen ums Leben und 37 weitere wurden verletzt.
  • Rund 5.000 Menschen strömten nach dem Unglück zum Flughafen von El Alto, entwendeten etwa fünf Millionen wertlose Geldscheine und 47 Verdächtige wurden festgenommen.
  • Um weitere Plünderungen zu verhindern, wurden die verbliebenen Banknoten verbrannt, während die Unfallursache weiterhin unklar ist und der Flugschreiber sichergestellt wurde.