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Mindestens 31 Tote bei Wirbelsturm auf Madagaskar

11. Feb. 2026 · Lesedauer 2 min

Auf dem südostafrikanischen Inselstaat Madagaskar hat ein Wirbelsturm Behörden zufolge mindestens 31 Menschen getötet und schwere Verwüstungen angerichtet. Mehrere Personen würden vermisst, mindestens 36 Menschen seien verletzt worden, teilte das Nationale Amt für Risikomanagement und Katastrophenschutz (BNGRC) am Mittwoch mit. Zyklon "Gezani", der am Dienstagabend das Festland erreichte, war mit einer Geschwindigkeit von bis zu 270 km/h über die Insel gefegt.

Das komplette Ausmaß der Zerstörung und die Zahl der betroffenen Menschen könnten noch nicht endgültig bestimmt werden, hieß es. Am Morgen hatte sich die durchschnittliche Windgeschwindigkeit auf etwa 110 Kilometer pro Stunde reduziert. Besonders stark von den heftigen Windböen und Regenfällen betroffen war die nordöstliche Hafenstadt Toamasina, mit rund einer halben Million Einwohnern die zweitgrößte Stadt Madagaskars. Dort wurden der Behörde zufolge 90 Prozent aller Häuser beschädigt.

Die Straßen der Wirtschaftsmetropole seien von umgestürzten Bäumen, Strommasten und Trümmern blockiert. Ein durch den Sturm stark gestörtes Telekommunikationsnetz und unterbrochene Stromversorgung erschwerten die Rettungsmaßnahmen. In der Region Atsinanana, in der Toamasina liegt, sei die Infrastruktur zu etwa 80 Prozent zerstört worden. Hier seien ersten Zählungen zufolge etwa 6.000 Menschen obdachlos geworden.

Der für seine Vanille-Produktion bekannte Inselstaat mit rund 30 Millionen Einwohnern, der im Indischen Ozean vor der Küste Mosambiks liegt, ist regelmäßig von schweren Tropenstürmen betroffen. Vor etwa drei Jahren verwüstete Tropensturm "Freddy" Madagaskar sowie die Nachbarländer Mosambik und Malawi auf dem Festland. Mehr als 500 Menschen kamen ums Leben.

Zusammenfassung
  • Mindestens 31 Menschen sind auf Madagaskar durch den Zyklon 'Gezani' ums Leben gekommen, während mindestens 36 verletzt wurden und mehrere Personen noch vermisst werden.
  • Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 270 km/h verursachte der Sturm besonders in der Hafenstadt Toamasina schwere Schäden, wo 90 Prozent der Häuser beschädigt und die Infrastruktur in der Region Atsinanana zu 80 Prozent zerstört wurden.
  • Rettungsmaßnahmen werden durch blockierte Straßen, Stromausfälle und gestörte Telekommunikation erschwert, rund 6.000 Menschen sind in der betroffenen Region obdachlos geworden.