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Michael Takacs ist neuer Bundespolizeidirektor

02. Juni 2022 · Lesedauer 2 min

Nach der größten Polizeireform seit 20 Jahren sind die Postenbesetzungen in der Behörde nun fixiert.

Mit der Reorganisation des Innenministeriums wurden 26 neue Spitzenposten geschaffen. So auch die des Bundespolizeidirektors. Wie der "Kurier" und das "Ö1-Mittagsjournal" berichten wurde für diese Stelle nun der derzeitige Chef der Landesverkehrsabteilung Wien und aktuelle Flüchtlingskoordinator, Michael Takacs, bestimmt. Er wird seinen Dienst am 1. Juli dieses Jahres antreten.

Bis dahin bleibe er in seiner derzeitigen Position, so Innenminister Gerald Karner (ÖVP) in einer Pressekonferenz heute Vormittag. Der neu geschaffene Stelle des Bundespolizeidirektors übernehme die "einsatztaktische Koordination" und sei eine "Servicestelle für die Landespolizeidirektionen", so Karner zusammenfassend.

Bestens vernetzt

Takacs soll in der ÖVP bestens vernetzt sein - er war in mehreren Kabinetten vergangener Innenminister:innen tätig. Außerdem gilt er als ein enger Vertrauter von Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP).

Dass Takacs den Zuschlag für die neue Stelle erhält, sei laut "Kurier" aber nicht sicher gewesen. Viele monierten, dass Takacs' Name in den Chats von Ex-Kabinettschef Michael Kloibmüller auftauchte. 

Die Restrukturierung des Innenministeriums sei laut Karner notwendig, um auf der veränderten Bedrohungslage, "wie Extremismus, Cyberkriminalität und Schlepperei", Rechnung zu tragen.

"Gerne mehr weibliche Führungskräfte"

Es handle sich um die umfangreichsten Reformen des Hauses in den vergangenen 20 Jahren, "um eine moderne, straffe und zeitgemäße Organisation, die diesen Herausforderungen standhält" zu schaffen, so der Innenminister. Zehn Prozent der alten Organisationsteile seien eingespart worden.

Dass bei den Stellenausschreibungen von Führungspositionen in fünf wichtigen Gruppen nur Männer zum Zug kamen, bedauerte Karner. "Ich hätte gerne mehr weibliche Führungskräfte besetzt, da sind wir aber nicht so weit, wie wir gerne wären, das sage ich ganz offen." Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung der Kärntner Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß sei aber dabei, "dass sich das, was wir in den Polizeischulen schaffen, nämlich bis zu 50 Prozent weibliche Mitarbeiter zu beschäftigen, in Zukunft auch auf Führungsebene durchsetzt", so der Minister.

Maximilian SperaQuelle: Redaktion / msp