Meteorologe warnt: "Unwettergefahr bis Freitag hoch"

26. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Auch in dieser Woche gibt es in Österreich wieder einige Gewitter, erklärt UBIMET-Meteorologe Michele Salmi. ATV-Meteorologe Manuel Kelemen warnt sogar von einer hohen Unwettergefahr bis Freitag.

"In Vorarlberg und Kärnten geht es heftig zur Sache" sagt ATV-Meteorologe Manuel Kelemen zur aktuellen Wetterlage. Umgeknickte Bäume blockierten Fahrbahnen oder beschädigten Stromleitungen - Starkregen sorgte für kleinere Überflutungen. Wie der Landesfeuerwehrverband mitteilte, kam es wegen umgeknickter Bäume oder kleinerer Überflutungen zu 45 Einsätzen. Die Aufräumarbeiten waren in den Abendstunden im Gange.

Die Gewitterfront zog über Villach, Villach-Land , Ossiacher Tauern und dann weiter Richtung Liebenfels und St. Veit an der Glan. Starke Windböen knickten vieler Orts Bäume um, wodurch Fahrbahnen blockiert oder Stromleitungen beschädigt wurden. Vereinzelt sorgte Starkregen für kleinere Überflutungen.

Warnung fürs Waldviertel

Auch im Raum Amstetten und im Waldviertel wird es voraussichtlich zu "heftigen Gewittern" kommen, warnt Kelemen. Diese können dann auch Wien erreichen. Bis Freitag bleibe die Unwettergefahr auf jeden Fall hoch, versichert Kelemen.

"Es wird nicht jeden treffen, aber es kann jeden treffen", prognostiziert der Meteorologe im PULS 24 Interview. Lokal kann es zu Hagel und Sturmböen kommen, gefolgt von Starkregen. "Alle drei Warnparameter sind aktiviert", warnt Kelemen. Er daher dazu bewegliche Gegenstände am Balkon oder im Garten vorsichtshalber zu fixieren oder sicher zu verräumen.

Gewitter vom Mostviertel ziehen in Richtung Wien

Schon am Vormittag warnte Michele Salmi, Meteorologe bei UBIMET, vor Gewittern am Nachmittag. Vor allem im Salzkammergut und Mostviertel wird es in den kommenden Stunden zu Gewittern kommen, prognostiziert der Meteorologe im PULS 24 Interview. Diese Gewitter ziehen Richtung Osten nach Wien.

Michele Salmi, Meteorologe bei UBIMET, spricht im Interview mit PULS 24 über das Wetter in Österreich.

"Langfristige Prognose nicht vielversprechend"

"Die Wetterlage ist leider festgefahren", erklärt Salmi im PULS 24 Interview. "Österreich hat heuer das Pech gehabt, mitten in der Luftmassengrenze zu liegen" und diese Grenze sei schuld an den schweren Gewittern der letzten Tage. Eine "nachhaltige Pause" sei nicht in Sicht. Es gäbe zwar "ruhigere Tage", etwa den Dienstag und Donnerstag, jedoch seien am Mittwoch und am Freitag "wieder schwere Gewitter möglich", sagt Salmi.

Auch die "langfristige Prognose ist nicht wirklich vielversprechend". Schon in der nächsten Woche ziehe erneut eine warme und feuchte Luftmasse aus dem Mittelmeerraum Richtung Österreich, die Gewitter verursachen können.

Wieder schwere Unwetter in Nieder- und Oberösterreich

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea