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Zehn Verletzte bei Brand in Kremser Wohnhaus

Heute, 02:08 · Lesedauer 2 min

Ein Brand in einem Mehrparteienhaus in Krems hat in der Nacht auf Dienstag zehn Verletzte gefordert. Feuerwehr, Rotes Kreuz und Polizei standen im Großeinsatz, berichtete Philipp Gutlederer von Notruf NÖ in der Früh. 41 Personen mussten Feuerwehrangaben zufolge aus dem stark verrauchten Objekt gerettet werden, das als vorerst nicht bewohnbar gilt. Zeugen hatten neben dem Feuer auch einen lauten Knall gemeldet.

Laut Gutlederer hat der Brand auch eine schwer verletzte Person gefordert. Das Opfer hat dem Sprecher zufolge Verbrennungen und ein Inhalationstrauma erlitten. Alle Verletzten wurden in ein Landesklinikum transportiert. Die unversehrt Gebliebenen wurden durch das Rote Kreuz betreut und vorübergehend in umliegenden Gebäuden untergebracht. Auch Feldbetten wurden aufgestellt. Der Magistrat Krems organisiere Ersatzwohnungen, so Notruf NÖ. Notquartiere in einem Kremser Gasthof wurden laut Feuerwehr zur Verfügung gestellt.

Anrufer hätten einen lauten Knall und einen Brand in dem fünfstöckigen Objekt in einer Wohnhausanlage gemeldet, teilte Gutlederer mit. Daraufhin sei gegen 0.30 Uhr umgehend zum Großeinsatz alarmiert worden. Das Feuer war in einer Wohnung in dem Mehrparteienhaus in der Wilheringstraße ausgebrochen. Löschtrupps rückten mit 111 Helfern und 27 Fahrzeugen aus, beim Eintreffen "drang dichter Rauch aus dem Gebäude", berichtete Gernot Rohrhofer von der FF Krems.

Bewohner wurden unter anderem mit Fluchthauben in Sicherheit gebracht. Drehleitern, ein Hubrettungsfahrzeug sowie weitere Leitern kamen ebenfalls zum Einsatz. Auch zwei Katzen und zwei Hunde wurden in Sicherheit gebracht, so Rohrhofer.

Das Brandgut wurde aus der Wohnung gebracht und gelöscht. Die Fassade sei durch die Flammen stark in Mitleidenschaft gezogen worden, teilte der Feuerwehrsprecher mit. Die Löscharbeiten gingen bei Regen und Temperaturen um den Gefrierpunkt über die Bühne. Das Gebäude und der Kellerbereich mussten rauchfrei gemacht werden. Die Brandursache stand vorerst nicht fest. Das Rote Kreuz war laut Sprecher Andreas Lachner-Zenker mit etwa 15 Kfz, davon zwei Notarzteinsatzfahrzeuge, an Ort und Stelle. Auch Kriseninterventionsteams waren aufgeboten.

Zusammenfassung
  • Bei einem nächtlichen Brand in einem fünfstöckigen Mehrparteienhaus in Krems wurden zehn Menschen verletzt, darunter eine Person schwer mit Verbrennungen und Inhalationstrauma.
  • 41 Bewohner mussten von der Feuerwehr mit 111 Helfern und 27 Fahrzeugen aus dem stark verrauchten Gebäude gerettet werden, das nun vorerst als unbewohnbar gilt.
  • Das Rote Kreuz betreute die Unverletzten, organisierte Notquartiere und Ersatzwohnungen, während die Brandursache noch ungeklärt ist.