APA - Austria Presse Agentur

Mehr Corona-Testmöglichkeiten in Wien, NÖ und der Steiermark

21. Dez 2020 · Lesedauer 3 min

Die drei Wiener Teststraßen sind vor den Weihnachtsfeiertagen stark frequentiert.

Wer einen Corona-Schnelltest dort absolvieren möchte, hat nun auch beim Stadion die Möglichkeit dazu. Bisher war dies nur beim Austria Center (ACV) der Fall. Dort sorgten Gruppen zuletzt für Staus bei den Drive-Ins. Auch in Niederösterreich wurde die Kapazität für die kostenlosen Corona-Untersuchungen ausgeweitet. Mehr kapazitäten und einen großen Andrang gibt es auch in der Steiermark.

Für die Schnelltests beim Stadion in Wien ist eine Terminvereinbarung nötig. Aber auch PCR-Tests werden dort durchgeführt, wobei etwa Reiserückkehrer als Zielgruppe gelten. Hier muss man auf Ergebnisse jedoch bis zu 48 Stunden warten. Dass die Schnelltests begehrt sind, hat sich am Wochenende beim ACV gezeigt. Bei den Testboxen im Garagenbereich kam es zu massiven Staus - was nicht nur am großen Andrang lag, sondern vor allem an dem Umstand, dass man inzwischen auch Anmeldungen für Familien bzw. Gruppen tätigen kann.

Laut Rathaus wird dabei von den Besuchern mitunter vergessen, die Daten aller Anreisenden vorab ins System einzutragen. Die zeitraubende Erfassung der Informationen muss in diesen Fällen erst unmittelbar vor dem Test vorgenommen werden, was zu Verzögerungen führt. Empfohlen wird dringend, die Eintragung schon bei der Anmeldung zu erledigen. Nicht ganz so heftig war der Andrang im ACV bei den "Walk-Ins" im Foyer. Dort wurden nun auch zusätzliche Testlinien eröffnet.

8.000 Voranmeldungen allein am Montag: Großer Andrang bei Teststraße

Vor Weihnachten wollen sich besonders viele Wienerinnen und Wiener testen lassen. Im Austria Center herrscht großer Andrang, berichtet PULS 24 Reporterin Josephine Roek.

Die Coronachecks sind jedenfalls bereits gut gebucht: Allein für das Austria Center sind laut dem Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) bis zum 7. Jänner bereits mehr als 80.000 Termine vergeben worden. Im Stadion, wo erst heute die ersten Zeitslots bereitgestellt wurden, sind es schon mehr als 5.000 Buchungen. Für den 23. und 24. Dezember wurde die Zahl der Anmeldungen bei diesen Standorten mit rund 35.000 beziffert.

Die dritte Teststraße befindet sich auf der Donauinsel, wobei dort keine Schnelltests absolviert werden können. Das Angebot richtet sich unter anderem an Personen mit Symptomen, wobei diese jedenfalls mit dem Auto zur Station kommen müssen.

Teststraße im Austria Center "vor Weihnachten fast ausgebucht"

Susanne Baumann-Söllner, Vorständin des Austria Centers, erklärt im Interview mit PULS 24 Reporterin Josephine Roek, wie die Tests im Austria Center ablaufen und wie man sich anmelden kann.

Auch in Niederösterreich wurde die Kapazität für die seit Montagfrüh laufenden kostenlosen Corona-Untersuchungen ausgeweitet. An den fünf Standorten im Bundesland werden nach Angaben des Bundesheeres anstatt der geplanten zehn nunmehr 21 Teststraßen angeboten. Begründet wurde dieser Schritt mit dem "großen Interesse". Bis zum Vormittag wurden nach Angaben des Dashboards von Notruf Niederösterreich mehr als 35.000 Anmeldungen registriert.

An den Stationen in Amstetten, Korneuburg, St. Pölten, Wiener Neustadt und Zwettl werden bis zum (morgigen) Dienstag 250 Soldaten sowie zivile Bedienstete des Bundesheeres eingesetzt. Ursprünglich waren 170 geplant gewesen. "Wir sind in der Lage, unsere Kapazitäten schnell an die Erfordernisse anzupassen", betonte Militärkommandant Martin Jawurek.

Mit Stand Montag, 9.00 Uhr, waren laut Dashboard bereits 704 Abstriche entnommen worden. Zehn davon entpuppten sich als positiv, dies entspricht einer Rate von 1,42 Prozent. Kostenlose Antigentests sind am Montag und Dienstag jeweils von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr möglich. Positive Resultate werden - wie schon bei den zuvor abgewickelten flächendeckenden Untersuchungen - mittels PCR-Test an einer der Drive-in-Stationen im Bundesland überprüft.

Impfungen beginnen einen Tag früher

Der Auftakt der Impfungen gegen das Coronavirus wird in Niederösterreich unterdessen bereits am Sonntag und somit einen Tag früher als ursprünglich geplant stattfinden. "Wenige Tage vor dem Weihnachtsfest ist das eine sehr gute Nachricht", hielt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Montag fest. Die ersten Vakzine sollen in Pflegeheimen und Kliniken zur Anwendung kommen.

Die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren, berichtete Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ). Man werde nun "mit einem klaren und koordinierten Stufenplan" vorgehen, so LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP).

Quelle: Agenturen