APA - Austria Presse Agentur

Mehr als zehn Millionen positiv Corona-Getestete in Indien

19. Dez 2020 · Lesedauer 2 min

In Indien sind in bisher mehr als zehn Millionen Fällen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet werden, das zweithöchste Niveau weltweit. Die Behörden melden weitere 25.152 Fälle. Die Zahl der täglichen Positiv-Tests liegt seit geraumer Zeit deutlich unter dem Mitte September erfassten Spitzenwert von fast 98.000. In Russland ist die Zahl der Corona-Toten nach offiziellen Angaben über 50.000 gestiegen.

In Indien starben 347 weitere Menschen, die positiv getestet wurden. Insgesamt werden damit 145.136 Todesfälle ausgewiesen. Indien mit seinen 1,35 Mrd. Einwohnern liegt in der von der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore geführten Corona-Statistik in der Zahl der positiven Tests auf Platz 2 hinter den USA. Für die Vereinigten Staaten wurden mit Stand Samstagfrüh - bei 328,2 Mio. Einwohnern - 17,5 Millionen getestete Corona-Infizierte ausgewiesen.

Wie Regierungsbehörden in Moskau mitteilten, lag die Zahl der Corona-Toten nach 585 neuen Todesfällen am Samstag bei 50.347. Zudem habe es 28.209 Neuinfektionen gegeben. Die Sterbezahlen des russischen Statistikamtes lagen nach Medienberichten allerdings deutlich über den Angaben der Regierung. Demnach weist die Regierung weiter nur jene Fälle aus, in denen Covid-19 als Todesursache genannt wird.

Experten hatten erklärt, dass in vielen Fällen zwar eine Infektion mit dem Coronavirus vorliege, auf der Sterbeurkunde aber eine andere Todesursache genannt werde. Nach einem Bericht der Zeitung "RBK" erfasst das Statistikamt seit April vorübergehend keine Todesursachen mehr, listet aber alle Sterbefälle mit einer Coronainfektion auf. Demnach liegt die Übersterblichkeit in der Pandemie bei über 13 Prozent. Trotz der hohen Zahlen gibt es keinen Lockdown in Russland.

Seit Anfang Dezember läuft landesweit eine Massenimpfung mit dem von eigenen Forschern entwickelten Impfstoff "Sputnik V". Kremlsprecher Dmitri Peskow beklagte in einem am Samstag ausgestrahlten Interview des Staatsfernsehens, dass der Impfstoff im Westen teils schlecht geredet werde. "Das ist alles Konkurrenz", meinte er mit Blick auf westliche Vakzine auf dem umkämpften Pharmamarkt. Dabei sät Russland nach Angaben von Experten selbst immer wieder Zweifel.

Kremlchef Wladimir Putin etwa hatte am Donnerstag gesagt, dass der für Menschen bis 60 Jahre zugelassene Impfstoff "Sputnik V" für ihn als 68-Jährigen im Moment nicht infrage komme. Mit westlichen Impfstoffen werden hingegen gerade ältere Menschen versorgt, um diese Risikogruppe zu schützen. Regierungsvertreter in Moskau hatten zudem vor Alkoholkonsum gewarnt, um die Wirksamkeit der Impfung nicht zu gefährden. "Sputnik V" wird in zwei Impfungen im Abstand von 21 Tagen verabreicht. Es soll mindestens 42 Tage dauern, bis sich eine Immunität bilde.

Quelle: Agenturen