APA - Austria Presse Agentur

Mehr als 20 Verletzte nach Explosion in Göteborg

28. Sept 2021 · Lesedauer 2 min

In der schwedischen Stadt Göteborg hat es eine größere Explosion in einem Mehrfamilienhaus mit mehreren Schwerverletzten gegeben. Die Detonation dürfte nach Angaben der Polizei herbeigeführt worden sein, die Untersuchungen laufen.

Im Anschluss an die Explosion Dienstagfrüh soll es in dem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Annedal zu mehreren Bränden gekommen sein. Stundenlang drang kräftiger Rauch aus dem Inneren des Gebäudes. Gegen 13 Uhr konnten die Brandherde unter Kontrolle gebracht werden. Hunderte Menschen seien in Sicherheit gebracht worden. Bewohner retteten sich vereinzelt durch Fenster und über Balkone ins Freie, wie der Rundfunksender SVT berichtete.

Es lagen unterschiedliche Angaben zur Anzahl der Verletzten vor. Polizeisprecher Thomas Fuxborg sprach von rund 20 Menschen, die ins Krankenhaus gekommen seien, die Rettungskräfte an Ort und Stelle von sechs Schwerverletzten. Nach Angaben der Nachrichtenagentur TT wurden mindestens 16 Menschen ins Universitätskrankenhaus Sahlgrenska gebracht. Vier davon waren demnach schwer verletzt. Auch ein Feuerwehrmann soll im Zuge der Löscharbeiten Verletzungen erlitten haben.

Die Hintergründe der Explosion blieben zunächst unklar. "Wir glauben, dass etwas explodiert ist, was keine natürliche Folge ist", sagte Polizeisprecher Thomas Fuxborg. Es handle sich vermutlich um etwas, das an dem Ort platziert worden sei, dies müsse sich aber erst zeigen. Die Polizei leitete Voruntersuchungen wegen allgemeiner Zerstörung ein. Tatverdächtige gab es zunächst nicht.

Innenminister Mikael Damberg sprach in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz zusammen mit Ministerpräsident Stefan Löfven den Betroffenen sein Beileid aus und dankte den Rettungsdiensten vor Ort. "Es ist offensichtlich, dass ein krimineller Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann", meint Damberg zur möglichen Ursache der starken Explosion.

In Schweden kommt es in den vergangenen Jahren immer wieder zu vorsätzlich herbeigeführten Detonationen, deren Hintergründe im Banden-Milieu liegen. Dabei werden aber nur selten Menschen verletzt.

Quelle: Agenturen