Mehr als 100 Tote bei Erdrutsch in Goldmine in DR Kongo
Während zunächst von bis zu 70 verschütteten Arbeitern die Rede war, stieg die Zahl der geborgenen Leichen bereits am Samstagvormittag auf 101. Die Rettungsarbeiten dauern an. Es wird davon ausgegangen, dass sich noch weitere Menschen unter der Erde befinden. Wie der Leiter der Organisation Global Refugees Leaders Forum in Kolwezi, Pecos Kilihoshi, der dpa sagte, befinden sich unter den Verschütteten und den geborgenen Toten viele Binnenflüchtlinge.
Angesichts der anhaltenden Unsicherheit in weiten Teilen der Demokratischen Republik Kongo zieht die rohstoffreiche Region im Süden zahlreiche Menschen an, die in den unregulierten Minen ein Einkommen suchen und oft unter prekären Bedingungen arbeiten. Immer wieder kommt es in den Bergbauregionen des Landes zu Erdrutschen. Oft sind diese ausgelöst durch starke Regenfälle und begünstigt durch instabile, unregulierte Minen. Erst im Juni starben bei einem Erdrutsch in der Region Rubaya mehr als 200 Menschen.
Zusammenfassung
- Bei einem Erdrutsch in einer inoffiziellen Goldmine in der Provinz Lualaba im Süden der Demokratischen Republik Kongo sind mindestens 101 Menschen ums Leben gekommen.
- Das Unglück ereignete sich am Freitagnachmittag in der Mine Mulondo Lwalaba bei Kolwezi; Rettungsarbeiten dauern an und es werden noch weitere Verschüttete vermutet.
- Unter den Opfern befinden sich laut Angaben von Hilfsorganisationen viele Binnenflüchtlinge, die in der rohstoffreichen, aber unsicheren Region unter prekären Bedingungen arbeiten.
