Huber zum Tag der Homophobie: Hass-Verbrechen beschäftigen uns wieder massiv

17. Mai 2022 · Lesedauer 2 min

Noch sei viel zu tun, um Homo-, Trans- und Bi-Personen zu helfen, beschreibt Marty Huber. Viele hätten Angst- auf beiden Seiten. Am wichtigsten sei, betroffene Jugendliche zu schützen.

In Österreich sei von Aktivistinnen und Aktivisten sehr vieles vor Gericht erkämpft worden, wenn es um Homo-, Trans- und Bi-Phobie geht, erklärt Marty Huber vom Verein "Queer Base", dazu zählen Eheöffnung und Anerkennung von Regenbogenfamilien wie Stiefkind-Adoption. 

"In der letzten Zeit mussten wir aber feststellen, dass gerade das Thema Hass-Verbrechen etwas ist, das uns wieder sehr massiv beschäftigt", so Huber. Dazu zählen zerstörte Regenbogenfahnen aber auch körperliche Übergriffe auf als schwul oder bi erkennbare Personen. Und auch beim Thema Blutspendeverbot gebe es noch viel zu tun. Hier habe das Rote Kreuz noch immer unbegründete Sorgen, "dass sie da Probleme bekommen könnten". 

Man müsse sich immer fragen, wie Jugendliche LGBTI-Personen geschützt werden können. "Hier sehen wir sehr massive psychische Belastungen, sehr hohem Druck, gewissen Normen zu entsprechen." Die zunehmend restriktivere Gesetzgebung in Ungarn würde die Jugendlichen belasten. Dazu käme Mobbing in der Schule und immer noch würden Eltern ihre Kinder auf die Straße setzen. In solchen Fällen würde "Queer Base" die Betroffenen unterstützen. 

Ängste nehmen

Wenn in US-Schulen nicht mehr darüber gesprochen werden dürfe, dass es sexuelle Vielfalt und verschiedene Geschlechter gibt, bereite das ebenfalls Sorgen. "Da müssen wir sehr wachsam sein." Die Menschen müsse man mit Schulungen und Trainings sensibilisieren, man müsse ihnen die Ängste nehmen. Es werde zwar viel gemacht, aber es sei noch viel nötig um Vorurteile und Klischees "auseinanderzunehmen". 

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam