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"Love-Scam"-Betrug: 590.000 Euro von Opfern entlockt

15. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

Die Staatsanwaltschaft Wels hat einen Liebesbetrüger angeklagt, der von Mai 2019 bis Juli 2021 mehreren, vorwiegend weiblichen Opfern in Summe 590.000 Euro entlockt haben soll.

Der 37-Jährige wurde bei einem Fluchtversuch mit dem Auto im August des Vorjahres von Polizisten der Inspektion Grieskirchen erwischt, informierte die Polizei Oberösterreich.

Mehrere Monate dauerten die nationalen und internationalen Ermittlungen, bis der Verdächtigte geschnappt wurde. Mit der "Love Scam"-Betrugsmasche habe er laut Polizei vor allem seine Spielsucht finanziert. Via Internet, auf Datingplattformen oder persönlich während seiner Besuche in Spielcasinos vor allem in Deutschland, Luxemburg und in den Niederlanden lernte er offenbar die Frauen kennen. Er soll sich als Millionär oder reicher Geschäftsmann ausgegeben haben. Bereits nach kurzer Bekanntschaft sei die Thematik "Geld-Investment bzw. Geldnot" in den Mittelpunkt der Beziehung gerückt, berichtete die Polizei.

Anfallende Kosten wegen vermeintlichen Schicksalsschlägen

Wegen angeblicher Therapie- und Krankenhauskosten aufgrund seiner schweren Erkrankung oder Begräbniskosten für Familienangehörigen bat er seine Bekanntschaften um hohe Geldsummen. Ober aber er gab vor, Startkapital für Unternehmen zu benötigen. So entlockte er seinen Opfern innerhalb von zwei Jahren mehr als eine halbe Million Euro, beziffert die Anklagebehörde den Schaden. Vergangene Woche wurde er wegen des Verbrechens des gewerbsmäßig schweren Betruges angeklagt.

Quelle: Agenturen