Lokalbetreiber nach Brand in Crans-Montana vor Einvernahme
Das Ehepaar hatte sich am Dienstag in einer Erklärung zur "vollständigen Zusammenarbeit" mit den Ermittlungsbehörden bereit erklärt. "Wir werden in keiner Weise versuchen, uns diesen Dingen zu entziehen", erklärten die Morettis. Beide seien "am Boden zerstört und voller Trauer".
Das Feuer war in der Silvesternacht in der Bar "Le Constellation" im Skiort Crans-Montana ausgebrochen, als dort zahlreiche junge Menschen ins neue Jahr feierten. 40 Menschen kamen ums Leben, darunter viele Jugendliche. Das jüngste Todesopfer war erst 14 Jahre alt. 116 weitere Menschen wurden verletzt, viele von ihnen erlitten schwere Verbrennungen.
Den Ermittlern zufolge wurde der Brand im Keller der Bar offenbar durch Feuerwerksfontänen ausgelöst, die an Sektflaschen angebracht waren und zu nahe an die Decke gehalten wurden. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft konzentrieren sich unter anderem auf die Frage, ob die Schaumstoffdämmung an der Kellerdecke den Brandschutzvorschriften entsprach. Am Dienstag hatte die Gemeinde Crans-Montana eingeräumt, dass es seit 2019 keine Brandschutzkontrollen in der Bar gegeben hatte.
Zusammenfassung
- Nach der Brandkatastrophe in der Bar 'Le Constellation' in Crans-Montana mit 40 Toten und 116 Verletzten, darunter viele Jugendliche, werden die französischen Betreiber am Freitag erstmals von den Schweizer Ermittlern befragt.
- Gegen das Betreiber-Ehepaar wird wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung ermittelt; sie haben vollständige Kooperation zugesagt und zeigen sich tief betroffen.
- Ermittler gehen davon aus, dass Feuerwerksfontänen an Sektflaschen den Brand im Keller auslösten, und prüfen, ob die Schaumstoffdämmung und mangelnde Brandschutzkontrollen seit 2019 zur Katastrophe beitrugen.
