Lobau-Aktivisten zu Brand: "Auf jeden Fall Fremdverschulden"

31. Dez 2021 · Lesedauer 2 min

Laut Klimaaktivistin Lena Schilling sei man sich im Protestcamp sicher, dass es sich bei dem Feuer um Brandstiftung handle. Sie hofft auf baldige Ermittlungserfolge. Man werde den Anschlag nicht dulden.

"Gegen zwei Uhr in der Nacht hat es plötzlich begonnen zu brennen", berichteten die Aktivisten, die in der Brandnacht vor Ort waren, Lena Schilling, Klimaaktivistin vom Jugendrat. Alle seien noch wach gewesen und hätten sehr schnell gehandelt und die Unterkünfte verlassen, erzählt sie im Interview mit PULS 24 nach dem Brand im Lobau-Protestcamp.

Hinweis auf Brandbeschleuniger

Die Anwesenden seien sich sicher, "dass es auf jeden Fall Fremdverschulden war". Eine der Anwesenden sei in eine "dickflüssige Flüssigkeit" getreten. Ihre verschmutzte Hose wurde an die Polizei übergeben. Es wird vermutet, dass es sich dabei um Brandbeschleuniger handle.

Die Feuerwehr sei schnell vor Ort gewesen. Auch die Polizei sei gekommen, "von Verfassungsschutz bis Kriminalamt sind alle informiert". Auch Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) meldete sich zu Wort und bestätigt, dass die Polizei aktuell von Brandstiftung ausgehe.

"Alle extrem schockiert"

"Ich glaube, es sind noch alle extrem schockiert." Angst und Schrecken der Nacht säßen ihnen tief in den Knochen. Gleichzeitig sei der Protest aber legitim. Es sei eine "Tragödie", was passiert sei.

Acht Aktivisten und Aktivistinnen seien vor Ort gewesen, das Feuer habe sich sehr schnell ausgebreitet. Es sei Glück gewesen, dass alle noch wach und in der Nähe der Tür gewesen seien, "sonst wäre das sicher anders ausgegangen".

Schilling hofft auf schnelle Aufklärung. "So einen Anschlag auf einen zivilen Protest können wir nicht dulden".

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam