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Leuchtende Quallen im Tiergarten Schönbrunn gezüchtet

05. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Im Tiergarten Schönbrunn konnten zum ersten Mal für einen europäischen Zoo zwei seltene Quallenarten nachgezüchtet werden, teilte der Tiergarten Donnerstagfrüh mit.

Das neue Jahr hat im Tiergarten Schönbrunn mit zwei außergewöhnlichen Erstnachzuchten begonnen. Die pazifische Leuchtqualle "Pelagia panopyra" sowie die Rippenquallenart "Bolinopsis mikado" wurden zum ersten Mal in einem Zoo in Europa nachgezüchtet. "Die Schwierigkeit bei der Zucht ist es, den jungen Rippenquallen genug Nahrung zu bieten und gleichzeitig eine sehr gute Wasserqualität zu gewährleisten", so Revierleiter Roland Halbauer. Mit einer speziell für Rippenquallen entwickelten Zuchtsäule sei der Erfolg gelungen, so Halbauer und sein Team.

Besonders interessant sei bei beiden Arten, dass sie mit Hilfe chemischer Substanzen Licht erzeugen können. Dadurch werde nicht nur Nahrung wie Plankton angelockt, die Meeresbewohner wirken auch für das menschliche Auge gleich noch faszinierender.

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Kaum vom Klimawandel betroffen

Quallen zählen zu den ältesten Lebewesen der Welt und existieren bereits seit über 600 Millionen Jahren. Im Gegensatz zu vielen anderen Tierarten seien Quallen und Rippenquallen laut Tiergarten Schönbrunn in den meisten Fällen nicht von der Ausrottung, etwa durch den menschengemachten Klimawandel, gefährdet. Diese Tiere würden sogar von der Mischung aus Meereserwärmung und organischer Verschmutzung profitieren.

Der zoologische Abteilungsleiter Anton Weissenbacher betont die Bedeutsamkeit der Quallen für die Wissenschaft. Es sei von besonderem Interesse, ihre Überlebensstrategie in Zeiten des Klimawandels zu erforschen, so Weissenbacher. Im Tiergarten Schönbrunn befindet sich eine der größten Quallenzuchten weltweit mit über 70 verschiedenen Arten.

Quelle: Agenturen / vma