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"Letzte Generation" legt Verkehr auf Wiener Wienzeile lahm

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Wie angekündigt, haben Aktivistinnen und Aktivisten der "Letzten Generation" am Montag in der Früh den Verkehr auf der Wienzeile vor dem Wiener Naschmarkt blockiert, indem sie sich an die Fahrbahnen klebten.

Die Demonstranten wurden binnen einer Stunde von der Polizei von der Straße gelöst und weggetragen. Der Verkehr wurde währenddessen umgeleitet.

Wiener Klima-Proteste ohne Stau: Polizeigroßaufgebot bei vier Blockaden

Die "Letzte Generation" hat am Montagmorgen in Wien vier Straßen blockiert, trotzdem kam es nicht zu Stau. Diesmal war von Anfang an ein Großaufgebot der Polizei vor Ort. PULS 24 Reporterin Marie Sievers berichtet vor Ort.

Gegen-Demonstration der FPÖ 

Die Freiheitliche Jugend Wien nutzte den Klima-Protest für eine Gegenaktion. "Habt ihr euch schon überlegt, wie Oma rechtzeitig ins Spital kommt?", las sich unter anderem eines der Plakate, mit denen die Männer protestieren. Eine Klima-Aktivistin konterte auf PULS 24 Anfrage, dass die Rettung im Vorfeld der Klima-Aktionen informiert würde. Genau das stimme also nicht. 

Klima-Aktivistin: Polizei schützt uns

Die Polizei mache den Klima-Aktivisten nicht nur keine Probleme, sondern schütze sie, freut sich eine Klima-Aktivistin im Interview. 

"Trotz Ankündigung konnten sich die Apokalyptiker vor den Augen der Exekutive festkleben und es wurde gewartet, bis der Klebstoff trocknete", kritisierte Obmann Maximilian Weinzierl in einer Aussendung. Kritik kam auch von der Jungen ÖVP (JVP). "Die Klebe-Aktionen sind nicht nur respektlos, sondern fahrlässig", hieß es von Obfrau und Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm. Man wolle statt Blockaden auf Innovationen setzen, so ihr Tenor.

Klima-Aktivist: Klebe hier, "weil ich Angst habe"

PULS 24 Reporterin Marie Sievers spricht mit einem Klima-Aktivisten der "Letzte Generation". Er habe Angst, sagt er, wie die Welt in 20-30 Jahren aussehen werde. Die Politik tue nichts und wenn "Fridays for Future" mit Hunderten Personen demonstriere, würde das keinen mehr interessieren. Über die Klebe-Aktionen im Morgenverkehr würde wenigstens berichtet.

"Omas gegen Rechts" sorgten für Musik

Während der Auftaktveranstaltung der "Letzten Generation" waren auch die "Omas gegen Rechts" anwesend, die die Aktion musikalisch begleiteten. Die laut Angaben der "Letzten Generation" 20 Protestierenden forderten währenddessen die Bundesregierung zum wiederholten Male auf, "der Wissenschaft endlich zuzuhören - und in der Klimakrise wenigstens die billigsten, einfachsten Schutzmaßnahmen umzusetzen: ein Verbot neuer Öl- und Gasbohrungen, und Tempo 100 auf der Autobahn", wie es hieß.

Band unterstützt Klima-Proteste: "Laut schrein, dass uns endlich die Leut' hören"

Der Chor "Trotz alledem" macht bei der "Verkehrsstör-Aktion" der "Letzte Generation" Stimmung für die Klimaproteste. Gitarrist Kurt Winterstein erklärt im Interview mit PULS 24, worum es ihm und dem Chor geht. 

Laut ÖAMTC kam es auf der Zweierlinie rückreichend bis zur Neustiftgasse sowie vom Karlsplatz bis zum Schwarzenbergplatz, auf der Rechten Wienzeile bis zur Kettenbrückengasse, der Wiedner Hauptstraße, der Ringstraße und der Operngasse zu Staus. Kurz nach 9.00 Uhr waren die Straßen am Getreidemarkt vor der Secession wieder frei. Laut Angaben der Polizei wurden 17 Aktivistinnen und Aktivisten festgenommen.

Festnahmen und Anzeigen bei Klima-Protesten

Polizeisprecher Markus Dittrich erklärt PULS 24, wie die Wiener Polizei gegen die Klima-Aktivisten vorgeht und mit den angekündigten Protesten umgeht. 

Standorte der Straßen-Blockaden geheim

Die Aktion war der Auftakt einer zweiwöchigen Blockade-Welle. Nach dem öffentlichen Beginn wird es nach dem üblichem Schema weitergehen: Die Aktivistinnen und Aktivisten planen demnach, den Frühverkehr mit gezielten Straßen-Blockaden, die im Vorfeld geheim bleiben, möglichst nachhaltig zu stören. Die Polizei stand unter anderem mit einem Großaufgebot der Bereitschaftseinheit im Einsatz. Für die kommenden beiden Wochen sollen jedenfalls rund 100 Beamten an Ort und Stelle Präsenz zeigen, wie ein Sprecher der Landespolizeidirektion gegenüber der APA betonte.

ribbon Zusammenfassung
  • Aktivistinnen und Aktivisten der "Letzten Generation" werden ab heute, Montag, bei einer weiteren "Welle" versuchen, den täglichen Morgenverkehr in Wien zu stören.
  • Die Aktionen, bei denen vor allem Fahrbahnen durch Festkleben der Protestierenden blockiert werden, sind über zwei Wochen hinweg geplant.
  • Der Auftakt der "Welle" wurde von der "Letzten Generation" im Vorfeld kommuniziert: Treffpunkt ist demnach um 8.00 Uhr bei der Sezession.

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