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Leichen zweier vermisster Kinder in den USA gefunden

Juni 15, 2020 · Lesedauer 2 min

Im US-Staat Idaho hat die Polizei die Überreste von zwei seit Monaten verschwundenen Kindern gefunden. Sie seien in der Nähe des Hauses ihres Stiefvaters entdeckt worden, sagte ein Polizeisprecher. Nach dem 17-Jährigen und seinem zehn Jahre jüngeren autistischen Halbbruder war seit November 2019 gesucht worden. Die Mutter hatten US-Polizisten im Februar mit ihrem Mann in Hawaii festgenommen.

Am Dienstag durchsuchten Beamte das Haus und Grundstück des Mannes in Idaho, dabei wurden die sterblichen Überreste gefunden. Zu den Todesursachen wurde zunächst nichts bekannt. Die Art, wie eine der Leichen versteckt worden war, bezeichnete ein Staatsanwalt laut Zeitungsberichten als "ungeheuerlich".

Der Festgenommene ist der fünfte Ehemann der Mutter. Die Polizei ermittelt nun auch in einer Reihe von Todesfällen im Umfeld des Paares. Unter anderem soll die Leiche seiner vorherigen Frau exhumiert und untersucht werden - sie war im Oktober im Alter von 49 Jahren angeblich eines natürliches Todes gestorben. Das nun unter Verdacht stehende Paar heiratete nur zwei Wochen nach ihrem Tod und zog kurz darauf nach Hawaii. Nachdem die Großeltern der Kinder lange nichts von ihren Enkeln gehört hatten, gaben sie im November vergangenen Jahres eine Vermisstenanzeige auf.

Der frühere Ehemann der Mutter der beiden Halbbrüder war im vergangenen Juli während des Scheidungsprozesses vom Bruder der Frau erschossen worden, angeblich aus Notwehr. Der Bruder starb ein halbes Jahr später unter ungeklärten Umständen. Ein früherer Ehemann war 2018 gestorben - damals galt ein Herzinfarkt als Todesursache.

Nach Aussagen ihres später erschossenen Ex-Manns sei die Mutter Esoterik-Anhängerin, habe sich für eine Göttin gehalten und sei von der bevorstehenden Apokalypse überzeugt gewesen. Ihr aktueller Ehemann ist Autor esoterischer Bücher über seine "Kontakte" zu einer anderen Welt. Beide befinden sich in Untersuchungshaft.

Quelle: Agenturen