Lebensmittel in Supermärkten mit Mineralölen belastet

09. Dez. 2021 · Lesedauer 2 min

In sechs von 36 Lebensmitteln, die Foodwatch in Österreich untersucht hat, sind Verunreinigungen mit potenziell krebserregenden aromatischen Mineralölen (MOAH) gefunden worden. "Es braucht dringend verbindliche Regeln, damit Mineralöle, die Krebs auslösen und das Erbgut schädigen können, nicht mehr in unseren Lebensmitteln landen", appellierte Heidi Porstner von Foodwatch Österreich. Die NGO fordert ein Verbot der Inverkehrbringung von Lebensmitteln mit MOAH-Gehalt in der EU.

Foodwatch will deshalb politische Entscheidungsträger in Österreich und der EU mit einem E-Mail-Protest konfrontieren. Genauer soll es eine MOAH-Nulltoleranz für alle Lebensmittelkategorien im EU-Schadstoffrecht geben. Erst dann seien Behörden verpflichtet, Kontrollen durchzuführen und belastete Produkte aus den Regalen zu nehmen. Der Petitionstext kann online unterzeichnet werden.

Die NGO hatte in Österreich Schokoladen und Kekse, Kakaopulver, Christbaumbehang aus Schokolade, süße Brotaufstriche, Fertigteige, veganen Käse und Suppenwürfel unter die Lupe genommen. Mit Knorr Goldaugen, Alnatura Bio Hühner Bouillon, Wilmersburger Pizzaschmelz, Milky Way Kakao und Milch Duo Creme, Lindt Lindor Milch Kugeln und Ildefonso Weihnachtsbehang waren auch Produkte bekannter Marken von MOAH-Nachweisen betroffen.

Die Hersteller der Produkte - Unilever, Mars, Lindt, Alnatura, Manner und Wilmersburger - forderte die NGO auf, die Lebensmittel aus den Regalen zu entfernen. "In unserem Test waren sowohl konventionell hergestellte als auch ein biologisch erzeugtes Lebensmittel belastet. Konsumentinnen und Konsumenten haben keine Chance, selber herauszufinden, welche Produkte betroffen sind. Wir müssen uns darauf verlassen können, dass alle Lebensmittel, die wir im Supermarkt kaufen, sicher sind", sagte Lisa Kernegger von Foodwatch Österreich.

Und auch in den anderen Ländern, in denen die Untersuchung durchgeführt wurde, wurde Foodwatch fündig: 19 von insgesamt 152 Lebensmittel in Österreich, Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden wiesen teils erhebliche Mengen Mineralöl auf, berichtete die Organisation.

(S E R V I C E - Weitere Infos und Petition zur Unterzeichnung: http://go.apa.at/msNtYWQS)

Quelle: Agenturen