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Lawine ging auf Tiroler Kaunertalstraße ab

Heute, 10:33 · Lesedauer 1 min

Eine Lawine ist Dienstagvormittag auf die Tiroler Kaunertalstraße (L18) im Bezirk Landeck abgegangen. Es wurden weder Personen noch Fahrzeuge erfasst bzw. verschüttet, sagte eine Polizeisprecherin zur APA. Daher gab es auch keine Verletzten. Die Kaunertalstraße blieb vorerst im Bereich der Mautstelle gesperrt.

Die Lawinengefahr blieb in Tirol auch am Dienstag weiterhin kritisch. In weiten Teilen des Landes herrschte Lawinenwarnstufe vier auf der fünfteiligen Skala. Betroffen waren weiterhin nahezu alle Bezirke. Abseits der Pisten herrsche eine "gefährliche Lawinensituation", hieß es vom Lawinenwarndienst Tirol. Dafür verantwortlich waren Neu- und Triebschnee, die eine schwache Altschneedecke überlagern. Mit dem Regen vom Dienstag können nasse Schneebrettlawinen auch unterhalb von rund 2.000 Metern Seehöhe leicht ausgelöst werden. Auch Gleitschneelawinen sind in dieser Höhenlage möglich.

Bereits während der gesamten vergangenen Woche war die Lawinengefahr im Bundesland hoch gewesen. Seit 15. Februar kamen in ganz Österreich zwölf Wintersportler durch Schneebretter ums Leben, neun davon in Tirol. Insbesondere Variantenfahrer waren betroffen. Während im Tourenbereich "nur" ein Todesopfer zu beklagen war, gab es laut Kuratorium für Alpine Sicherheit (ÖKAS) im Nahbereich von Skipisten elf Tote.

Zusammenfassung
  • Am Dienstagvormittag ist auf der Kaunertalstraße (L18) im Bezirk Landeck eine Lawine abgegangen, wobei niemand verletzt oder verschüttet wurde.
  • In Tirol herrscht weiterhin Lawinenwarnstufe 4 von 5, fast alle Bezirke sind betroffen und abseits der Pisten besteht laut Lawinenwarndienst Tirol eine gefährliche Situation.
  • Seit dem 15. Februar kamen in ganz Österreich zwölf Wintersportler durch Schneebretter ums Leben, davon neun in Tirol, wobei elf Todesopfer im Nahbereich von Skipisten gezählt wurden.