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Krypto-Hacker gibt immer mehr Beute zurück

12. Aug 2021 · Lesedauer 2 min

Mehr als die Hälfte der 510 Millionen erbeuteten Euro sind nach dem Angriff auf die Kryptoplattform Poly Network wieder da. Das Geld scheint nicht das Tatmotiv des Hackers gewesen zu sein.

Anfang dieser Woche wurde einer der größten Diebstahle in der Geschichte der Kryptowährungen bekannt. Die Einlagen von Zehntausenden Kunden waren vom US-Unternehmen Poly Network auf von dem Hacker kontrollierte Konten umgeleitet worden. Nun hat der Dieb mehr als die Hälfte der Beute wieder zurückgegeben.

Bislang sei gestohlenes Digital-Geld im Wert von 342 Millionen US-Dollar wieder aufgetaucht, teilte die dezentrale Kryptoplattform Poly Network auf Twitter mit. Etwa 268 Millionen US-Dollar fehlten noch. 

 

Geld offenbar nicht das Motiv

Es mehren sich die Indizien dafür, dass der Hacker in diesem Fall mit einer drastischen Aktion auf die Schwachstelle in dem technischen Protokoll von Poly Network hinweisen wollte. Tom Robinson, Mitbegründer von Elliptic, einem Londoner Unternehmen für Blockchain-Analysen und Compliance, veröffentlichte ein dreiseitiges Selbstinterview des Hackers.

Darin sagt er, stets geplant zu haben, das Geld wieder zurückzugeben. Mit dem Diebstahl habe er lediglich Schwachstellen in der Software von Poly Network aufzeigen wollen. Er habe die Token übertragen, um sie in Sicherheit zu bringen. 

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Daten der Kryptofirma Ciphertrace zufolge erbeuteten Kriminelle bei DeFi-Firmen von Januar bis Juli bereits 474 Millionen Dollar, ein Rekordwert. Befürworter des dezentralen Ansatzes sprechen von einem kostenlosen Zugang zu Finanzdienstleistungen. Allerdings ist der Sektor bislang kaum reguliert. Zudem sind bei einigen Plattformen technische Mängel aufgetreten.

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Quelle: Agenturen / Redaktion / apb